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FROST: Eisige Gefahr für Pflanzen

Das Thermometer wird diese Woche nochmals unter die Nullgradgrenze fallen. Pflanzen und Blüten drohen zu erfrieren.

Schnee auf den Tulpen, den ­Magnolien und auf blühenden Obstbäumen: In dieser Woche hat der Winter die Schweiz nochmals fest im Griff. Es wird jeden Tag etwas kälter – am Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagmorgen gibt es Bodenfrost bis in tiefe ­Lagen. Nach rekordwarmen März- und Apriltagen, welche die Knospen, Blüten und Blätter früh austreiben liessen, wird ­diese Kälte zum Risiko für ­Pflanzen, die nicht winterhart sind. Viele Kübelpflanzen, die den Winter an einem geschützten Ort verbrachten, sind in diesen Tage schon nach draussen an die Sonne gestellt worden. Müssen sie nochmals rein in den Keller oder die Garage? Rolf Schläpfer, Geschäftsführer von Pflanzen Roth in Kesswil, empfiehlt das. «Wenn es irgendwie geht und der Aufwand nicht zu gross ist, würde ich die mediterranen Kübelpflanzen nochmals reinstellen.» Mit einem Vlies abdecken und so vor Wind schützen und die Pflanzen zusätzlich draussen an einen geschützten Platz stellen, nütze auch schon einiges. Mediterrane Pflanzen ertrügen in der Regel einen leichten Frost. Zudecken gelte auch für Salatsetzlinge, Geranien und anderen Sommerflor.

Die Eisheiligen gelten immer noch

«Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.» Die «Kalte Sophie» ist am 15. Mai. Obwohl die jüngere Generation die Bauernregel der Eisheiligen nicht mehr kenne: «Sie gilt ­immer noch», sagt Rolf Schläpfer. «Wir haben fast jedes Jahr spät im Frühling noch einige sehr kalte Tage.» Auch für die Obstbäume wird es kritisch: Im Thurgau stehen Apfel- und Birnbäume bereits im Vollblust. «Dann reagieren sie auf Frost besonders empfindlich», sagt Urs Müller, Leiter Spezialkulturen im Thurgauer Bildungs- und Be­ratungszentrum Arenenberg. Schon –1 oder –2 Grad können je nach Situation reichen, sodass die empfindlichen Blüten erfrieren. «Es kommt darauf an, wie schnell die Temperatur sinkt und wie lange sie im Minusbereich liegt.»

Bereits befruchtete Blüten seien etwas robuster gegenüber der Kälte. Bei Kirschen, Pfir­sichen und Aprikosen sei die Vollblüte schon vorbei. «Dort besteht aber die Gefahr von Holzfrost», so Müller. Bei Niederstammkirschbäumen würde es etwas bringen, wenn die Regenschutzfolie bereits zuge­-zogen würde. Auch Frostkerzen würden da und dort in Anlagen eingesetzt – das sei aber eine kostspielige Angelegenheit. Bei Hochstämmen könne man nicht viel unternehmen. «Früher standen die Obstbäume meistens so um den 15. Mai herum im ­Vollblust. Die Vegetation hat sich in den letzten Jahren deutlich nach vorne verschoben», so Müller. (chs)

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