Freundlich überrumpelt von links, skeptisch beäugt von rechts: Die St.Galler Grünliberalen pokern um eine eigene Fraktion im Kantonsparlament

Die St.Galler GLP will die Spielregeln im Kantonsparlament ändern, damit sie doch noch eine eigene Fraktion bilden kann. Nun sind die Grünen mit demselben Anliegen vorgeprescht. Das schwierige Verhältnis der beiden Umweltparteien wird dadurch nicht besser.

Adrian Vögele
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Das Parlament wird darüber entscheiden, ob die Grünliberalen nun doch noch eine eigene Fraktion bilden dürfen: Abstimmungsanlage im provisorischen Kantonsratssaal auf dem Olmagelände.

Das Parlament wird darüber entscheiden, ob die Grünliberalen nun doch noch eine eigene Fraktion bilden dürfen: Abstimmungsanlage im provisorischen Kantonsratssaal auf dem Olmagelände.

Bild: Raphael Rohner

Wer geht mit wem? Diese Frage hat das St.Galler Kantonsparlament für die neue Amtszeit ab Juni weitgehend geklärt. Einzig die GLP, deren Suche nach einer Fraktionspartnerin gescheitert ist, gibt weiterhin zu reden. Neu angefacht wurde die Debatte von den Grünen. Sie haben für die Session, die heute Montag beginnt, eine dringliche Motion angekündigt. Ihr Ziel: Bereits fünf Sitze sollen für eine Fraktion ausreichen und nicht erst sieben. Damit könnte die GLP mit ihren sechs Sitzen doch noch eine eigene Fraktion bilden und in den Kommissionen mitwirken.