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Jugendtreff der Gemeinden Wilen und Rickenbach ist gut angelaufen

Im November 2017 startete der Jugendtreff in Wilen als Pilotprojekt. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. Definitiv ist die Einrichtung aber noch lange nicht.
Nicola Ryser
Der Töggelikasten ist im Jugendtreff der Gemeinden Rickenbach und Wilen sehr beliebt. (Bild: Nicola Ryser)

Der Töggelikasten ist im Jugendtreff der Gemeinden Rickenbach und Wilen sehr beliebt. (Bild: Nicola Ryser)

Gleich bei der Eröffnung des Jugendtreffs im November 2017 definierte Jugendarbeiterin Milena Kuster ein klares Ziel: «Ich wünsche mir ein fröhliches, lebendiges Haus, in dem sich die Jugendlichen wohlfühlen.» Damals präsentierten sich die Räume der Wohnung innerhalb des Schulhauses Ägelsee in Wilen weitestgehend noch leer.

16 Monate sind vergangen, vieles hat sich getan. Wände sind frisch gestrichen, ein Teppich ist ausgelegt, Bilderketten hängen im Treppenhaus. Im oberen Stock wird lautstark am «Töggelikasten» hantiert, Beamer und Playstation-Konsole stehen bereit, aus dem Keller hört man ein Pingponggeräusch und im Mittelgeschoss erweckt ein mobiler Tresen gar leichtes Barfeeling. Der Jugendtreff scheint erwacht.

Auch Fünft- und Sechstklässler sind willkommen

«Seit der Eröffnung hat sich der Ort sehr gut entwickelt», resümiert eine zufriedene Milena Kuster die ersten eineinhalb Jahre. Das Interesse, den Treff zu nutzen, sei gross. «Es ist ein Ort, wo die Jungen unbedrängt hingehen können, mal raus aus dem Elternhaus. Hier können sie sich über Jegliches austauschen.»

«Der Freitag ist sehr beliebt, da sind wir bis zu 40 Personen. Ein Kommen und Gehen.»

Aufgrund des Andrangs habe man sich dazu entschieden, nebst Sekundarschülern auch Fünft- und Sechsklässlern den Eintritt zu gewähren. Sie können am Mittwochnachmittag kommen. «Schliesslich werden diese bald in die Sekundarschule gehen. Da ist es gut, dass sie den Jugendtreff schon kennen», sagt Kuster. Des Weiteren wurden die Öffnungszeiten angepasst. So hat der Jugendtreff nicht nur wie ursprünglich am Mittwoch offen, sondern auch am Freitagabend von 18 bis 22 Uhr. Diese Änderung zahlte sich aus: «Der Freitag ist sehr beliebt, da sind wir bis zu 40 Personen. Ein Kommen und Gehen.»

Kuster ist darum froh, dass mit Noëlle Dudli vor einem halben Jahr eine zweite Jugendarbeiterin dazugestossen ist. «Wir sind zusammen mit den Jugendlichen eine grosse Familie geworden», sagt Dudli. Sie als Betreuerinnen halten den Betrieb aufrecht, gleichzeitig kochen sie aber auch mit den Jugendlichen und partizipieren an Spielen wie Pingpong oder «Töggelen». Dadurch entstehe ein freundschaftliches Verhältnis. «Wir zwingen sie ja nicht, zu uns zu kommen oder zu bleiben. Sie sind gerne da.»

«Bei der Planung sind wir jeweils eng in Kontakt mit der Schule und den Jugendlichen. Schliesslich sollen sie mitentscheiden und Verbesserungsvorschläge bringen.»

Sehr populär sind organisierte Events, die ein bisschen Abwechslung in den Jugendalltag bringen: Pizzaplausch, Fifa- oder Pokerturnier, Cocktailpartys – «natürlich ohne Alkohol» – sowie ein Filmabend mit Übernachtung, das bisherige Highlight der Jugendlichen. «Bei der Planung sind wir jeweils eng in Kontakt mit der Schule und den Jugendlichen. Schliesslich sollen sie mitentscheiden und Verbesserungsvorschläge bringen», erklärt Dudli.

Verbesserungsvorschläge laufend bearbeitet

Verbesserungsvorschläge seien essenziell. Denn: Noch ist nicht alles perfekt im Jugendtreff. Kuster und Dudli tun gut daran, weitere Projekte und Konzepte zur Optimierung des Standorts zu verwirklichen. «Beispielsweise überlegen wir uns, wie wir den Aussenbereich noch besser abdecken können, also wenn einige draussen auf dem Platz Fussball spielen und andere drinnen sind», sagt Kuster. Auch ein Gendertreff, wo ausschliesslich Mädchen beziehungsweise Jungs teilnehmen dürfen, ist in Arbeit.

Bis 2020 gilt der unter anderem von Wilen und Rickenbach finanzierte Jugendtreff noch als Pilotprojekt. Dann entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über dessen Fortbestehen. Doch Milena Kuster und Noëlle Dudli sind optimistisch, dass der Entscheid positiv ausfallen wird. Zumindest den Wunsch nach einem lebendigen Haus konnte sich Kuster bereits erfüllen. Und fügt an: «Es ist ein Herzensprojekt. Wenn ich hierher komme, fühle ich mich fast wie zu Hause.»

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