Zwischen Kamera und Skulptur: Die Frauenfelder Bildschule erscheint demnächst im Fernsehen

Das SRF hat die Bildschule Frauenfeld besucht und einen kurzen Film gedreht. Er wird vor der Ziehung der Lottozahlen ausgestrahlt.

Sophie Ade
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Vor der Linse des Kameramanns arbeitet Melanie Geiger, Lehrerin an der Bildschule, mit drei Mädchen an Tonfiguren.

Vor der Linse des Kameramanns arbeitet Melanie Geiger, Lehrerin an der Bildschule, mit drei Mädchen an Tonfiguren.

(Bild: Mathias Frei)

Frauenfeld Mit kreisenden Handflächen formt ein Mädchen gerade ein Stück Ton zur Kugel. Dabei wandern seine grossen Augen immer wieder zur riesigen Kamera und dem Mann neben ihm. Nachvollziehbar, denn es sind ja nicht jeden Tag Leute vom Schweizer Fernsehen zu Gast. Die Bildschule wurde vom Thurgauer Lotteriefond auserwählt und soll nun mit einem 90 Sekunden langen Film im Fernsehen vorgestellt und unterstützt werden.

Beat Oetterli, Vorstandsmitglied der Bildschule, ehrt das sehr. Er hofft darauf, dass die Existenz der Bildschule an Bekanntheit gewinnt. «Die Jugendmusikschule muss man auch keinem mehr erklären.» Auch Lehrerin und Bildhauerin Melanie Geiger verspricht sich viel davon. Sie wünscht sich, dass der Film, der an einem Mittwoch vor der Ziehung der Lottozahlen auf SRF1 ausgestrahlt wird, einen guten Einblick in das Schaffen und Wirken der Schule gibt.

«Wahnsinnig viel Material»

An den Wänden hängen Tintenfische aus Schaumstoff und gleich nebenan verzieren Aquarellbilder von Fischen die Wände. Freier Platz ist daher rar, sodass sich die Kameras und das Material für die Beleuchtung die Ecke mit Skulpturen teilen müssen. Der Kameramann Eric Stitzel ist ganz versunken in seine Arbeit und versucht, möglichst viele Eindrücke durch sein Objektiv einzufangen. «Ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll», flüstert er der SRF-Redaktorin Ruth Pierce zu. «Wahnsinnig viel Material», pflichtet sie ihm bei.

Die Kinder toben auch hinter der Kamera wie üblich herum. Der dabei wackelnde Boden stört nur den Kameramann. «Wir haben vorab den gemeinsamen Entschluss gefasst, uns so wie immer zu verhalten», erzählt Melanie Geiger. Daran hätten sie sich auch überwiegend gehalten. Denn egal ob mit Fernsehteam oder ohne: Der Fokus ihrer Konzentration liegt immer auf der aktuellen Aufgabe.

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