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Froschkönig trifft Rotkäppchen: Schloss Wellenberg hat sich für zwei Tage in ein Märchenreich verwandelt

Am Wochenende zog auf Schloss Wellenberg oberhalb von Felben-Wellhausen das «Fest der Sinne» viel Volk an. Rotkäppchen, der Wolf und der Froschkönig waren auch vor Ort.
Christof Lampart
Historisch gewandete Personen zogen auf Schloss Wellenberg die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. (Bild: Christof Lampart)

Historisch gewandete Personen zogen auf Schloss Wellenberg die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. (Bild: Christof Lampart)

Keine Frage: Der böse Wolf hatte schon bessere Tage erlebt. Zwar deutete das rote Käppchen auf dem Duvet an, dass er bei der Jagd nach Frischfleisch wohl erfolgreich zu Werk gegangen war, doch irgendwie hinterliess Meister Isegrim, wie er so auf dem Federbett lag, einen abgekämpften Eindruck. Was umso komischer anmutete, da er sich doch in einem der vielen schönen Zimmer im Schloss Wellenberg wohnlich niedergelassen hatte. Aber vielleicht war der heruntergeschlungene Bissen auch einfach zu gross für ihn gewesen? Das war das Fest der Sinne am Samstag und Sonntag.

Gemütlich vertraten sich derweil viele Besucher im Schlossgarten bei trockener Witterung und angenehmen Temperaturen die Füsse. Schlossherr Christof Schenkel liess es sich nicht nehmen, viele der Gäste persönlich zu begrüssen. Auch Anna Müller aus Winterthur war frühzeitig angereist, um das herausgeputzte Schloss Wellenberg noch ein wenig geniessen zu können, bevor der ganz grosse Rummel einsetzte. Sie schwärmte:

«Die schönen Stände und die märchenhafte Atmosphäre machen diese Tage zu etwas ganz Speziellen.»

Der Froschkönig. (Bild: Christof Lampart)

Der Froschkönig. (Bild: Christof Lampart)

Kinder sind beim Rätseln nicht zu bremsen

Ein paar Meter weiter bemühte Rita Zünd aus Rebstein, ihr Waffeleisen in Schwung zu bringen. Allerlei Feines – vom Cantucci aus Ribelmais bis hin zum Bretzeli aus Dinkelmehl – führte die Bäckerin im Angebot.

«Am Anfang klebt es noch ein wenig, aber das wird schon.»

Das erklärte sie. «Ich zähle nicht die Sekunden, die das Waffeleisen geschlossen ist, sondern achte darauf, wann der Dampf verschwindet. Wenn der Dampf nicht mehr zu sehen ist, dann ist es gut», plauderte sie über ihr Betriebsgeheimnis.

Waffelbäckerin Rita Zünd. (Bild: Christof Lampart)

Waffelbäckerin Rita Zünd. (Bild: Christof Lampart)

An nicht weniger als zwölf Posten konnten Rätselfreaks Buchstaben finden und diese zum richtigen Lösungswort zusammensetzen. Ein entsprechendes Märchenparcours-Blatt erhielten alle Eintretenden in die Hand gedrückt – vor allem die Kinder liessen sich danach kaum noch bremsen. «Ich komme ja schon», rief eine ältere Frau einem Buben nach, der sie aufforderte, ein wenig vorwärts zu machen.

Der böse Wolf im Bett. (Bild: Christof Lampart)

Der böse Wolf im Bett. (Bild: Christof Lampart)

Das bunte Treiben nahm auf dem Schlossareal seinen Lauf. Ein Schmied erklärte einem Paar, wie man die besten Messer fertigt. Der prachtvoll geschmückte Schlossbrunnen entpuppte sich als beliebtes Fotosujet, derweil Frau Holle ein Kissen ausschüttelte und der Froschkönig am Ende der Brücke auf einen wartete. Im Schloss hatte Dornröschen das Spinnrad offensichtlich für ein paar Minuten ruhen gelassen. Es gab an diesen beiden Tagen fürwahr viel zu entdecken in diesem ausgesprochen schönen und geheimnisvollen Märchenwunderland.

Viel Volk am «Fest der Sinne». (Bild: Christof Lampart)

Viel Volk am «Fest der Sinne». (Bild: Christof Lampart)

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