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Zwei Männer wollen in das Gachnanger Schloss

Dieter Brunschweiler und Martin Schwager heissen die beiden Kandidaten für die Nachfolge von Matthias Müller als Gemeindepräsident. Die Findungskommission hat die beiden Einheimischen aus 15 Bewerbern ausgelesen.
Stefan Hilzinger
Wer zieht als Präsident ins Neue Schloss Gachnang? Die Frage klärt sich kommenden Herbst. (Bild: Nana do Carmo)

Wer zieht als Präsident ins Neue Schloss Gachnang? Die Frage klärt sich kommenden Herbst. (Bild: Nana do Carmo)

Die Frist läuft zwar noch. Bis Ende Juli können Kandidaten sich noch für das Gachnanger Gemeindepräsidium offiziell bewerben. Doch zwei Personen, die offiziell zur Auswahl stehen, hat die Findungskommission am Dienstag bekannt gegeben: Der 46-jährige Gachnanger Dieter Brunschweiler und der 58-jährige Isliker Martin Schwager (siehe unten).
Auf das Inserat der Kommission hin hatten sich gemäss Mitteilung 15 Personen um das Amt beworben, alles Personen aus der Ostschweiz. Nach der Sichtung der Dossiers habe die Kommission deren sechs aus dem Thurgau zu Interviews eingeladen. Zwei Bewerber hätten ihre mögliche Kandidatur noch vor den Gesprächen zurückgezogen, zwei nach den Interviews. Brunschweiler und Schwager hätten sich entschieden, sich zur Wahl zu stellen. «Die Kommission hat nach der intensiven Interviewphase befunden, dass die zwei Bewerber dem definierten Profil entsprechen.»

Im Gemeinderat hat es noch frei Plätze

Weiterhin gesucht sind Kandidatinnen und Kandidaten für die beiden weiteren frei werdenden Sitze im siebenköpfigen Gremium. Nebst Gemeindepräsident Matthias Müller, der nach 20 Jahren aufhört, treten auch die bisherigen Gemeinderäte Fritz Stettler und Andrea Waltenspül nicht mehr an. Die Gesamterneuerungswahl findet am Sonntag, 23. September statt, ein allfälliger zweiter Wahlgang am 25. November.

Hinweis: Podiumsdiskussion mit den Kandidaten am Montag, 3. September, 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Gachnang.

Dieter Brunschweiler.

Dieter Brunschweiler.

Kandidat 1: Dieter Brunschweiler

Dieter Brunschweiler lebt seit 15 Jahren in Gachnang. Einen Teil seiner Jugend hat er in Frauenfeld verbracht. Der 46-Jährige hat Schreiner gelernt und sich danach Richtung Innenarchitektur weitergebildet. Mit einem Partner führt er seit zehn Jahren die Firma Retail-Consulting Amrein Brunschweiler AG in Uster. Die Firma hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Immobilienprojekten im Einzelhandel spezialisiert.

«Ich wurde schon vor vier Jahren gefragt, ob ich mir ein Gemeinderatsamt vorstellen könnte», sagt Brunschweiler. Damals sei die Anfrage für ihn und die Familie zu früh gewesen, sagt der zweifache Familienvater. Jetzt wo die beiden Kinder mittlerweile gut 10 und 12 Jahre alt seien, präsentiere sich die Ausgangslage neu. Jetzt sei der Moment gekommen, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Brunschweiler hatte bisher noch kein politisches Mandat. In der Vorbereitung des Neubaus von Schulhaus und Turnhalle in Islikon wirkte er in der Wettbewerbs- und nun in der Baukommission der Schulgemeinde mit.

Er ist parteilos, hat einen freisinnigen Familienhintergrund. Sein Vater ist der frühere langjährige Chef des Frauenfelder Präsidialamts Hans Brunschweiler. «Ich bin ein Liberaler mit einem gewissen Linksdrall», ordnet Brunschweiler sich politisch ein.
Er versteht sich als Kommunikator, der die Menschen zusammenbringe, um gemeinsam Lösungen zu erarbeitet. (hil)

Martin Schwager

Martin Schwager

Kandidat 2: Martin Schwager

Seit kurzem wohnt Martin Schwager erst in Islikon. Der 58-jährige zügelte mit seiner Frau aus dem Zürcher Weinland in den Thurgau. Die drei Kinder sind erwachsen und ausgeflogen. Daher schaute man sich nach einer kleineren Wohnung um. Dass er sich nun gleich um das Amt des Gachnanger Gemeindepräsidenten bewirbt, geschieht jedoch nicht zufällig. «Ich war zehn Jahre Gemeindepräsident in Unterstammheim», sagt er. Im September 2016 ist er von diesem Amt zurückgetreten.

Die Gemeinden Unterstamm, Oberstamm und Waltalingen haben mittlerweile zur Gemeinde Stammertal fusioniert. Anders als in den Thurgauer Gemeinde gibt es im Kanton Zürich in der Regel keine Stellenprozente für den Gemeindechef. «Ich stemmte mein 40-Prozent-Mandat nebst meiner Vollzeitarbeit», sagt er. Daher freue er sich darauf, eine Gemeinde Gachnang in einem Vollamt nicht nur politisch sonder auch verwaltungsmässig zu führen. «Das ist für mich eine tolle neue Herausforderung», sagt er, wofür er sich keineswegs zu alt fühle. Schwager ist, wie der jetzige Gachnanger Gemeindepräsident Matthias Müler, Mitglied der EVP.

Der Maschineningenieur HTL ist in der «Industrie aktiv», wie er selber sagt und arbeitete unter anderem als Produktentwickler in der Textilbranche, als Software-Berater oder als technischer Unternehmensberater, teils als Selbständiger teils als Angestellter. (hil)

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