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Nach Diebestour: Frauenfelder Gericht verweist zwei Algerier des Landes

Das Bezirksgericht Frauenfeld befasste sich mit einer Diebestour von zwei jungen Männern. Sie wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt und müssen Europa verlassen.
Christof Lampart
(Bild: Fotolia)

(Bild: Fotolia)

Die beiden sind heute 19-jährig und kommen aus Algerien. Die Männer standen am Mittwoch vor den Schranken des Bezirksgerichts Frauenfeld – und zwar im abgekürzten Verfahren. Beide waren des bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs angeklagt; die Taten sollen sie Ende 2018 durchgeführt haben.

Beim einen kamen noch die Anklagepunkte des mehrfachen Diebstahls und der Hehlerei, beim anderen jener der mehrfachen Übertretung des Personenbeförderungsgesetzes hinzu. Das Duo hatte die Delikte in den Kantonen Thurgau, Zürich und Basel-Stadt begangen.

Hohe Kosten für beide Angeklagten

Die Staatsanwaltschaft forderte 14 Monate (Probezeit von 2 Jahren, Anrechnung von 157 Tagen Untersuchungshaft) beziehungsweise 13 Monate (Probezeit von 3 Jahre, Anrechnung von 139 Tagen Untersuchungshaft) Gefängnis sowie Landesverweise von sieben Jahren.

Auch bekamen beide Männer je einen Drittel der Untersuchungs- und die Hälfte der Verfahrenskosten aufgebrummt. Zusammen mit den Anwaltskosten belaufen sich die Kosten für jeden der beiden auf über 15'000 Franken. Das Gericht folgte der Anklage vollumfänglich. Die Richterin erklärte bei der Urteilsbegründung, dass die Sanktionen «angemessen» seien. Aufgrund der verübten Taten hätten die Beschuldigten «das Gastrecht in der Schweiz missbraucht», weshalb nun eine «obligatorische Landesverweisung» erfolge.

Zugleich zeigte die Richterin den Verurteilten auf, was mit ihnen geschehen werde, wenn sie erneut in Europa straffällig würden:

«Dann müssen Sie damit rechnen, dass Sie für sehr lange ins Gefängnis gehen werden.»

Angst vor eine Rückkehr nach Algerien

Die Angeklagten räumten die ihnen zur Last gelegten Taten ein, bedauerten diese und zeigten sich mit dem Strafmass einverstanden. Lediglich beim Landesverweis horchte ein Angeklagter kurz auf. Er wollte wissen, was passiere, wenn er dem nicht zustimmte. Die Richterin erklärte ihm, dass dann das Verfahren wieder an die Staatsanwaltschaft zurückginge und der Fall weitergeführt werde.

Der Angeklagte hatte offensichtlich Angst davor, nach Algerien zurückgebracht zu werden. Als die Richterin ihm erklärte, dass er «nur Europa» verlassen müsse, nicht jedoch zwangsläufig nach Algerien zurückzukehren habe, stimmte er dem Strafmass zu.

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