Zwei Aadorferinnen sammeln eine Million Fünfräppler

Für die Solidaritäts-Stiftung «Denk an mich» wollen Ruth Jöhri und Brigitte Wettstein eine Million fünf Rappen Münzen sammeln. In beinahe zwei Jahren sind bereits 25'000 Franken zusammen gekommen, also genau die Hälfte des gewünschten Betrags

Maya Heizmann
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Die Fünferli-Feen Brigitte Wettstein und Ruth Jöhri freuen sich in der Bäckerei Nyffenegger über die gesammelten Münzen. (Bild: Maya Heizmann)

Die Fünferli-Feen Brigitte Wettstein und Ruth Jöhri freuen sich in der Bäckerei Nyffenegger über die gesammelten Münzen. (Bild: Maya Heizmann)

«Man nennt uns die Fünferli-Feen», sagt Ruth Jöhri aus Aadorf lachend. Sie sitzt mit Initiatorin Brigitte Wettstein aus Zürich in der kleinen Caféecke der Aadorfer Bäckerei Nyffenegger.

«Heute haben wir das Kässeli geleert und es befanden sich 267 Franken, meistens goldene Fünferli darin», sagt sie und freut sich. Ein wahrer Goldsegen.

14 Aadorfer Geschäfte beteiligen sich

Ruth Jöhri und Brigitte Wettstein sind seit 40 Jahren befreundet. «Als Brigitte mit der Fünferli-Idee zu mir kam, musste ich nicht lange überlegen, ich war von diesem Projekt sofort überzeugt und total begeistert», sagt Ruth Jöhri. Das Ziel hiess: eine Million Fünferli zu sammeln.

Das war vor zwei Jahren. Nun haben sie die Halbzeit mit 25'000 Franken erreicht. Doch zuerst mussten sie ihre Idee den Geschäften Aadorfs vorstellen. Zurzeit sind 14 Läden dabei. Die Spendenkässeli werden gut sichtbar in den Geschäften aufgestellt und manch ein Besucher gibt sein Restgeld für diesen guten Zweck ins Kässeli. «Niemand ist verpflichtet, doch jedes Fünferli zählt», ist die Devise der beiden Frauen. Sie freuen sich über ihre Sammel-Idee, dessen Geld den behinderten Menschen zu Gute kommt.

Gesamtmenge wiegt 1,8 Tonnen 

Von Zeit zu Zeit leeren die Feen die Kässeli in den Geschäften und bringen sie für die Einzahlung zur Post. «Zum Glück können wir die Goldstückli in Etappen einzahlen», sagen die Sammlerinnen. Denn eine Million Fünferli würden insgesamt 1,8 Tonnen wiegen.

Die Stiftung: «Denk an mich» ist die Solidaritätsstiftung des Schweizer Radio und Fernsehens SRF und engagiert sich seit 1968 in den Bereichen Ferien und Freizeit sowie Bildung und Mobilität für Menschen mit Behinderung. Sie setzt sich dafür ein, dass Berührungsängste abgebaut werden und diese Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Am 1. Februar 2018 startete «Denk an mich» offiziell ins 50-Jahr-Jubiläum. Am 24. August feierte die Stiftung mit einem Festakt in Basel ihr Jubiläum mit einer stolzen Bilanz von über 110 Millionen Franken Spendergeldern.