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Tobler Turnhalle ist zurück aus der Schublade

Nach jahrelangen Verzögerungen kommt die Mehrzweckhalle mit integriertem Kindergarten nun an die Gemeindeversammlung von Tobel-Tägerschen. Der Bau soll 7,34 Millionen Franken kosten und ohne Steuererhöhung realisierbar sein.
Olaf Kühne
Visualisierung des Projektes: Kindergarten und Turnhalle sind künftig in einem Gebäude vereint. (Bild: PD/Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur)

Visualisierung des Projektes: Kindergarten und Turnhalle sind künftig in einem Gebäude vereint. (Bild: PD/Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur)

Jetzt ist es definitiv: Die Stimmbürger von Tobel-Tägerschen können über eine neue Turnhalle befinden – an der Gemeindeversammlung vom 5. Juni.

Dass das Projekt eine jahrelange Berg- und Talfahrt hinter sich hat und zwischenzeitlich gar in der Schublade verschwand, ist indes nicht dem aktuellen Gemeinderat geschuldet. Sondern den Turbulenzen um die Vorgängerbehörde, welche schliesslich vor über zwei Jahren zurücktrat (unsere Zeitung berichtete). Dieser damalige Gemeinderat erhielt 2015 einen Projektierungskredit bewilligt, über dessen Ergebnis der aktuelle Gemeinderat nun in seiner Abstimmungsbotschaft zur Gemeindeversammlung ausführlich berichtet. Wie die Behörde schreibt, entspricht die Vorlage bis auf «marginale Anpassungen» der Turnhalle, über welche bereits die Gemeindeversammlung vor zwei Jahren hätte befinden sollen: Ein Holzbau unter anderem mit Doppelkindergarten, Bühnenraum sowie der eigentlichen Sporthalle mit Zuschauergalerie soll die 51-jährige Mehrzweckhalle ersetzen.

Seit 2012 Geld beiseitegelegt

Klar sind nun auch die finanziellen Fragen: Die Tobler befinden am 5. Juni über einen Baukredit von 7,34 Millionen Franken. Diesbezüglich kann gar der langen Verzögerung ihr Gutes abgewonnen werden: Die Gemeinde hatte Zeit, ein stattliches finanzielles Polster anzulegen. Seit 2012 konnte sie rund 1,1 Millionen Franken beiseitelegen; überwiegend aus Überschüssen der Primarschule. Jährlich also durchschnittlich 190000 Franken. Der Tobler Gemeinderat rechnet künftig mit jährlichen Aufwendungen von 290000 Franken für Unterhalt, Abschreibungen und Schuldzinsen – und bezieht in der Abstimmungsbotschaft die bisher gebildeten Reserven in seine Überlegungen zur Finanzierbarkeit des Vorhabens mit ein. «Die jährlichen Kosten sind somit um 100000 Franken höher als die durchschnittliche Vorfinanzierung», schreibt die Behörde. Eine Erhöhung des Steuerfusses von aktuell 115 Prozent sei deshalb aus heutiger Sicht nicht notwendig. «Es ist jedoch zu beachten, dass die Verschuldung stark ansteigt, und der Spielraum für Investitionen in den nächsten Jahren eingeschränkt wird.»

Erste Projektgruppe 2013 gebildet

Mit der Tobler Turnhalle befasste sich bereits 2013 eine Projektgruppe. Auslöser war, dass der Bau heutigen Normen und Anforderungen längst nicht mehr genügt und zudem sanierungsbedürftig ist. Schnell kam man indes zum Schluss, dass ein Neubau wirtschaftlicher ist als eine umfassende Renovation. Zumal mit dem vorliegenden Projekt auch der Kindergarten aus seinem derzeitigen Pavillon ausziehen kann – und auch gleich noch einen neuen Pausenplatz erhält.

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