Zurück am Sunny Mountain: Stettfurts Bluegrass-Festival mit Bands aus der Schweiz, Deutschland und Belgien

Am 7.September ist es soweit: Nach zehn Jahren kommt die Bluegrass-Musik wieder heim nach Stettfurt. Der Standort im Dialogos-Park ist neu, und auch das OK hat sich verjüngt.

Mathias Frei
Merken
Drucken
Teilen
The Sons of Navarone aus Belgien. (Bild: PD)

The Sons of Navarone aus Belgien. (Bild: PD)

Chicorée wächst in Stettfurt schon seit Jahren gut. Und jetzt ist ein anderes Pflänzchen, ein musikalisches, wieder zurück in der Sonnenberggemeinde: der Bluegrass, ein beliebter, nach einem bläulich schimmernden Rispengras benannter Musikstil aus dem Südosten der USA. Am Samstag, 7.September, geben sich im Stettfurter Dialogos-Park vier Combos mit Banjo, Bass und Dobro ein Stelldichein am 21.Sunny-Mountain-Bluegrass-Festival.

«Die Fertigkeit der Musiker an ihren Instrumenten, das fasziniert mich. Wenn sich ein Banjo-Spieler fast in Ektase spielt.»

Das sagt Ueli Bachofen. Er war lange Jahre Zuschauer. Für die diesjährige Ausgabe hat der Stettfurter, der grosser Bluesgrass-Fan ist, erstmals die Rolle getauscht – und das Präsidium des Organisationskomitees übernommen.

Vier Bluegrass-Bands im Stettfurter Dialogos-Park

 Am Samstag, 7. September, geht im Dialogos-Park (Dorfstrasse 26) im Zentrum von Stettfurt die 21. Ausgabe des Sunny-Mountain-Bluesgrass-Festival über die Bühne. Um 13.30 Uhr ist Türöffnung. Es gibt nur eine Tageskasse. Um 14 Uhr eröffnet die Band Pickheads (Schweiz) musikalisch. Danach folgen The Sons of Navarone (Belgien), die Lokalmatadoren von Sunny Mountain Grass sowie Helmut & The Hillbillies (Süddeutschland) mit je 45-minütigen Sets. Die zweite Runde in derselben Reihenfolge und ebenfalls wieder mit 45 Minuten Spielzeit startet um 18.45 Uhr. Zum Schluss finden sich alle Musiker für eine gemeinsame Session ein, von 22.30 bis 22.45 Uhr. Es gibt eine Festwirtschaft vor Ort mit typisch amerikanischem Essen. (ma)

Der Eintritt beträgt 30 Franken (Schüler/Studis/SBMA-Mitglieder: 25 Franken; unter 16 Jahren: gratis).

www.bluegrass-festival.ch

Im Jahr 1998 ging das Sunny-Mountain-Bluegrass-Festival erstmals über die Bühne, auf Schloss Sonnenberg. Dort hatte das Musikfestival während zehn Jahren eine Heimat. Danach erfolgte der Umzug ins Schloss Lommis. Und nun kehrt der Event wieder zurück nach Stettfurt, dorthin, wo alles angefangen hat.

Die beiden OK-Mitglieder Rebekka Schai (Medien) und Ueli Bachofen (Präsidium) im lauschigen Dialogos-Park in Stettfurt. (Bild: Mathias Frei)

Die beiden OK-Mitglieder Rebekka Schai (Medien) und Ueli Bachofen (Präsidium) im lauschigen Dialogos-Park in Stettfurt. (Bild: Mathias Frei)

Neuer Ort und neue Gesichter im OK

Das Festival hat sich nicht nur in Sachen Veranstaltungsort verändert, sondern eben auch personell. Die Festivalgründer Röbi Brunner, langjähriger OK-Chef, und Tom Borcherding sind im neuen achtköpfigen OK die Konstanten. Beide gehören auch den musikalischen Lokalmatadoren von Sunny Mountain Grass an. «Sie haben mit ihrer Band schon an jedem ‹Sunny Mountain› gespielt», sagt Bachofen. Ein anderes neues Gesicht ist Rebekka Schai, welche die Medienarbeit macht. «Nach zehn Jahren auf dem Sonnenberg und zehn Jahren in Lommis hoffen wir auf mindestens weitere zehn Jahre in Stettfurt», meint sie. Schai hört privat gerne Country, Bluegrass-Sound wurde ihr aber gewissermassen in die Wiege gelegt. Denn ihr Götti und ehemaliger Gitarrenlehrer ist Festivalmitbegründer Tom Borcherding.

Die Lokalmatadoren von Sunny Mountain Grass aus Stettfurt. (Bild: PD)

Die Lokalmatadoren von Sunny Mountain Grass aus Stettfurt. (Bild: PD)

Dass das «Sunny Mountain» sicher die nächsten zehn Jahre in Stettfurt stattfindet, dazu tragen auch die Helfer bei. OK-Chef Bachofen rechnet mit gegen 30 Helfern. Dazu gehört auch das Küchenteam von Markus Fuchs, Küchenchef im Wohn- und Pflegezentrum Neuhaus in Wängi. Wie alle OK-Mitglieder und Helfer arbeitet auch er ehrenamtlich mit. Rebekka Schai verspricht eine «typisch amerikanische Speisekarte».

Veranstalter wären mit 200 Besuchern zufrieden

Im zentral gelegenen, sehr lauschigen Dialogos-Park wird für das Festival ein Festzelt mit Bühne aufgestellt. Es gibt eine Festwirtschaft. «Mit rund 200 Besuchern wären wir zufrieden», meint Bachofen. Platz hätte es aber auch für 250 Personen. Dass die sozialpsychiatrische Einrichtung Dialogos dem «Sunny Mountain» den Park zur Verfügung stellt, ist ein Glücksfall. Bachofen sagt:

«Unsere Gastgeber werden sich vor dem Start des Abendprogramms vorstellen.»
Helmut & The Hillbillies aus Süddeutschland. (Bild: PD)

Helmut & The Hillbillies aus Süddeutschland. (Bild: PD)

Apropos Programm: Dieses hat alt OK-Chef Brunner einmal mehr zusammengestellt. Es verspricht vieles. Spielt doch mit den The Sons of Navarone eine europäisch schon mehrfach ausgezeichnete Band aus Belgien auf. Die 2014 gegründeten Pickheads gelten als neue Schweizer Bluegrass-Hoffnung. Und dann sind da noch zwei Combos mit je über 30 Jahren Bandgeschichte: Sunny Mountain Grass und die Stuttgarter vom Helmut & The Hillbillies. Die wissen sowieso, wie’s geht.