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Zum Schutz der Kleinsten: Frauenfelder Kita nimmt ausschliesslich geimpfte Kinder auf

Während die Kita Bubble Bees auf einen Impfzwang setzt, überlassen andere Frauenfelder Institutionen die Entscheidung den Eltern. Wieder andere treffen Massnahmen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.
Rahel Haag
Ein Kind wird in Frauenfeld gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. (Nana do Carmo)

Ein Kind wird in Frauenfeld gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. (Nana do Carmo)

Impfen oder nicht impfen, diese Frage stellen sich alle Eltern früher oder später. Wollen sie ihr Kind in der Kindertagesstätte (Kita) Bubble Bees platzieren, ist der Fall aber klar: Kinder, die nicht mindestens gegen Masern und Keuchhusten geimpft sind, bekommen keinen Platz.

«Diese Regel gilt, seit wir vor vier Jahren die erste Kita eröffnet haben»

Mike Helmy, Geschäftsführer der Kita Bubble Bees. (Bild: Andrea Stalder)

Mike Helmy, Geschäftsführer der Kita Bubble Bees. (Bild: Andrea Stalder)

sagt Geschäftsführer Mike Helmy. Unterdessen ist die Kita-Kette schweizweit an sieben Standorten vertreten. Nach den Sommerferien soll die achte Kita in Frauenfeld eröffnen. «Auch unsere Mitarbeiterinnen müssen sich impfen lassen.»

Trotz der klaren Regel, will Helmy nicht von einem Impfzwang sprechen. Zwar würden sie nur geimpfte Kinder aufnehmen, «aber wir wollen den Eltern nicht vorschreiben, dass sie ihre Kinder impfen lassen müssen.»

Vielmehr gehe es ihnen um den Schutz der Kleinsten. Gegen Masern könnten Kinder erst ab dem 9. Lebensmonat geimpft werden. Bei Bubble Bees werden aber bereits Kinder im Alter von drei Monaten betreut. Für sie kann die Infektionskrankheit schwere Folgen haben. «Sie sind noch ungeschützt und wir tragen die Verantwortung für sie», sagt er.

Fast achtmal mehr Masernfälle als 2018

Seit Anfang Jahr bis zum 6. Mai wurden schweizweit 166 Fälle von Masern verzeichnet, heisst es in einem Lagebericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 21 Fälle, also fast achtmal weniger. In über 36 Fällen erkrankte ein Kind unter 10 Jahre.

«Unkomplizierte Masernfälle heilen ziemlich rasch und ohne bleibende Folgen ab», schreibt das BAG. Es bestehe aber die Gefahr, dass sich als Komplikation eine Hirn-, Lungen- oder Mittelohrentzündung entwickle. Zum Teil führen Masernkomplikationen gar zum Tod. (rha)

Katharina Bünter, Leiterin Kita Bärenhöhle. (Bild: Reto Martin)

Katharina Bünter, Leiterin Kita Bärenhöhle. (Bild: Reto Martin)

Auch andere Kitas in der Stadt sind sich des Risikos bewusst. «Gerade die Masernfälle nehmen zu», sagt Katharina Bünter, Leiterin der Kita Bärenhöhle. Das hänge wohl auch mit der vermehrten Reisetätigkeit zusammen. In den vergangenen 15 Jahren sei in der Bärenhöhle aber «zum Glück» noch nie ein Kind an Masern erkrankt.

«Wir empfehlen den Eltern, dass sie ihre Kinder impfen lassen.»

Zwingen könnten sie sie aber nicht. «Gleichzeitig lehnen wir im Fall einer Ansteckung die Verantwortung ab.» Dies werde in einem Dokument festgehalten, das die Eltern unterschreiben müssten. Einen Impfzwang halte sie nicht für notwendig. «Er wäre sinnvoll, sollten die Fälle signifikant zunehmen.»

Den Impfstatus der Kinder überprüfen

Die Kita Pusteblume verzichtet ebenfalls auf einen Impfzwang. «Diese Entscheidung muss man den Eltern überlassen», sagt Kitaleiterin Maruschka Staffieri. Dennoch setze man sich mit der Problematik auseinander. Bis Ende Jahr sollen Eltern den Impfstatus ihrer Kinder angeben müssen. Auch jener der Mitarbeiter soll erfasst werden.

«Damit wir im Ernstfall wissen, wer geimpft ist und wer nicht.»

Ziel sei es, zum Schutz und Wohle aller, möglichst schnell reagieren zu können.

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