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Zu Besuch in einer wilden Oase am Rande der Stadt Frauenfeld

Der Natur- und Vogelschutzverein Frauenfeld lud am Samstag zur Besichtigung eines Gartenparadieses ein; in den Garten von Beno Rickenmann in Dingenhart.
Christof Lampart
Neugierig durchstreifte die Gruppe den von Beno Rickenmann als «geplante Wildnis» angelegten Naturgarten. (Bild: Christof Lampart)

Neugierig durchstreifte die Gruppe den von Beno Rickenmann als «geplante Wildnis» angelegten Naturgarten. (Bild: Christof Lampart)

25 Personen fanden den Weg in die Oase, welche man von der Strassenseite her – da sie vom grossen Haus verdeckt wird – höchstens erahnen kann. Hinter dem Haus tut sich eine seit 1982 geplant angelegte Wildnis auf, die vielen Arten – meistens gewollt – oft Heimat, zumindest aber eine temporäre Zufluchtsstätte ist.

Kleine Weiher, Tümpel und Brunnen sorgen für eine natürlich ausreichende Bewässerung der Pflanzen. Einer der ansonsten ziemlich scheuen Wasserfrösche lässt sich ausgiebig von den Passanten bestaunen. Er weiss wohl, dass ein Häscher chancenlos wäre.

Auf eine andere «Chance» hoffen die Besucher am späteren Abend, sind doch viele gekommen, um dem «Aufschnellen» der «Nachtkerzen» beizuwohnen. «Wenn es um Viertel vor neun eindunkelt, haben wir hier ein gelbes Blütenmeer», verspricht der Hausherr. Mittlerweile haben sich die Gartenfreunde aufgeteilt und entdecken, was es zu entdecken gibt.

Keine Salamander, dafür Füchse und Dachse

Schon bald drehen sich die Gespräche um den Nutzen von Topinambur, der Schwierigkeit, das invasive Fünffingerkraut auszurotten und über die vergebliche Mühe, hier Salamander anzusiedeln. Genügend Steinblöcke und höhlenartige Bauten gäbe es auf dem Gelände sicherlich. «Das ist wahrscheinlich, weil es hier eine Katze gibt», mutmasst eine Dame. Dem widerspricht Rickenmann:

«Ich habe hier meine Katze noch nie mit einem Salamander im Maul gesehen, mit Mäusen aber schon.»

Grössere Tiere gibt es hier zuweilen auch. Füchse und Dachse lassen sich hier gerne nieder, wenn Beno Rickenmann wieder einen der vielen bewusst aufgeschichteten und langsam verrottenden Grashaufen angelegt hat. «Ich vertreibe sie dann zwar, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie zurückkommen.» Natürlich setzt er für die Vertreibung keinerlei Gift ein. «Ich schichte einfach den Haufen um; das nervt die Tiere.»

Sichtlich wohl fühlt sich hingegen eine Wespenspinne. Das zwei Zentimeter grosse Weibchen hat es sich an einem Zaun, rund einen Meter von der Futterquelle entfernt, einem Wespennest, bequem eingerichtet. Schnell werden einige Handys gezückt, um das Tierchen abzulichten.

Dann geht es schnell weiter, denn der Garten ist gross und noch lange wurde nicht alles gesehen. Schliesslich wollen alle rechtzeitig beim Nachtkerzenfeld sein; dann, wenn die «gelben Sonnen» aufgehen, während gleichzeitig das Tageslicht geschwunden ist.

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