Glosse

Hinterthurgauer Turnhallenfans mussten in der Coronakrise ziemlich unten durch

Südsicht auf die Turnhallensituation in Tobel, Eschlikon Sirnach und Münchwilen.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Was ist das nur mit diesen Turnhallen? Sie kosten ein Heidengeld, stehen meistens ziemlich schepps in der Landschaft, und ihr Zweck kann Traumata verursachen, die weit ins Erwachsenenalter nachhallen. (Steht, anders als auf Zigarettenpackungen, aber nicht als Warnung am Eingang.)

Trotzdem boomen die Dinger. Irgendeinen Reiz müssen sie also wohl ausüben. In Tobel sind sie bald fertig mit ihrer Neuen, in Eschlikon baggern sie auch wie wild drauf los, Sirnach steckt seinen stattlichen Jahresgewinn in sein Vorhaben. Selbst Münchwilen hat so ein Teil in der Pipeline. Obwohl man sich dort grad ein neues Schulhaus gegönnt hat.

Überhaupt scheint Münchwilen ein Herz für Turnhallenfans zu haben. Weil diese in der Coronakrise ziemlich unten durch mussten, hat der Hinterthurgauer Bezirkshauptort seine abgesagte Rechnungsgemeinde nicht einfach mit der Budgetgemeinde zusammengelegt. Vielmehr machen Schule und Gemeinde Ende Jahr zwei separate Versammlungen. So dürfen wir in der Adventszeit gleich zweimal in eine Turnhalle. Cool, oder?