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Zeugin zum Brand in Bürglen: «Mir fiel ein ‹Felsbrocken› vom Herzen»

Natalia Kaya-Zwissler hätte durch den Brand im Lorze-Areal beinahe ihre Keramikwerkstatt verloren. Sie konnte beobachten, wie sich die Flammen durch die Gebäude frassen.
Dinah Hauser
Natalia Kaya-Zwissler hat eine Keramikwerkstatt im Brandareal. (Bild: PD)

Natalia Kaya-Zwissler hat eine Keramikwerkstatt im Brandareal. (Bild: PD)

Natalia Kaya-Zwissler, Sie haben den Brand im Lorze-Areal in Bürglen hautnah miterlebt. Wie haben Sie den Brand bemerkt?

Ich war die Zweite, die den Notruf betätigt hat. Meine Nachbarin, die kurz vorher anrief, hat sich noch darüber gewundert, dass ich es nicht früher merkte, obwohl ich mit meinem Sohn wegen der Mondnacht auf dem Balkon übernachtete. Ich bin um drei Uhr vermutlich wegen der Hitze aufgewacht und habe gesehen, dass es 20 Meter gegenüber lichterloh brennt. Die Gluten sind fast bis zu uns herübergeflogen.

Was haben die Feuerwehr und die Polizei gemacht?

Die Feuerwehr war schon unterwegs als ich noch mit dem Notruf am Telefon war. Nach einer Stunde hatten sie den Brand von zwei Seiten her soweit unter Kontrolle, dass er sich nicht weiter ausbreitete. Das Feuer machte eine Remise vor meiner Werkstatt halt. Mir fiel ein «Felsbrocken» vom Herzen. Von der Polizei wurden wir aufgefordert im Haus und wach zu bleiben, falls eine Evakuierung notwendig sein sollte. Die Feuerwehr war noch bis Dienstagabend da.

(Bild: BRK News)
(Bild: BRK News)
(Bild: BRK News)
(Bild: BRK News)
(Bild: BRK News)
5 Bilder

Bilder zum Brand in Bürglen

Haben Sie Schäden in Ihrer Keramikwerkstatt?

Mein erster Impuls in der Brandnacht war, sofort rüber in die Werkstatt zu gehen. Die Polizei hat mich dann aber davon abgehalten. Nachträglich weiss ich nicht, was ich denn drüben gemacht hätte. Am morgen danach durfte ich in die Werkstatt. Abgesehen von ein paar Scherben, gibt es bei mir keine Schäden. Die Feuerwehr machte ihren Job sehr umsichtig, als sie die grossen Schläuche in meinem Eingangsbereich verlegten. Ich hätte ich mit mehr Schaden gerechnet. Mittlerweile haben wir wieder Strom und das Telefon funktioniert halbwegs. Der Geruch ist aber ziemlich prägnant. Ob heute der Kurs in der Werkstatt stattfinden kann, wird sich zeigen.

In letzter Zeit gab es mehrere Brände in und um Bürglen. Wie denken Sie darüber?

Man fragt sich: «Wo brennt es das nächste Mal? Muss es jedes Mal grösser sein?» Wir schliessen bei uns im Haus am Abend alles zu, damit niemand rein kommt. Und wenn der Nachbar grilliert und eine Rauchwolke aufsteigt, dann schaut man zweimal hin. Dass die Remisen erst nach der grossen Trockenheit gebrannt haben, ist schon sonderbar. Aber zum Glück brach der Brand nicht letzte Woche aus, als es stürmte. Nicht auszudenken, was dann alles hätte brennen können.

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