Zeitreisende auf dem Eis und eine Trikotversteigerung – der HC Thurgau feiert sein Jubiläum

Am Samstagnachmittag feierte der Hockeyclub Thurgau sein 30-jähriges Bestehen. Ein Legendenspiel gegen die ZSC Lions und eine Trikotversteigerung waren zwei Höhepunkte des Jubiläumstags.

Viviane Vogel
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Nach dem Legendenspiel wurden Trikots versteigert.

Nach dem Legendenspiel wurden Trikots versteigert.

(Bild: Donato Caspari)

«Nach 30 Jahren bleiben uns die schönen Momente.» In grossen Lettern hängt dieser Satz unter den Zuschauerrängen. Die Stimmung in der Gütti ist sehr entspannt für einen Hockeymatch. Jeder Spieler wird namentlich aufgerufen und erhält seinen eigenen Applaus. Auf der Ersatzbank des Hockeyclubs Thurgau (HCT) drängen sich die Legenden, während die ZSC Lions mit weniger Ehemaligen angereist sind. «Bei den Thurgauern muss ich schneller reden, die sind so viele», sagt der Speaker. Bei der Nummer 27 erwähnt er: «Heute spielen zwei mit der 27, da sich einfach keiner davon lösen konnte.» Vor Spielbeginn singen die 1263 Besucher im Stadion «Happy Birthday» für das HCT-Geburtstagskind Matthias Keller.

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Weinfelden TG , 11.01.2020 / 30 Jahr - Jubiläum HC Thurgau. Legendenspiel zwischen HCTG und den ZSC Lions min anschliessender Legenden - Trikot - Versteigerung im Thurgauer Dörfli.
Yann Althaus und sein Vater haben das Trikot von ZSC-Spieler Mathias Seger ersteigert.
Yann Althaus und sein Vater haben das Trikot von ZSC-Spieler Mathias Seger ersteigert.
Yann Althaus und sein Vater haben das Trikot von ZSC-Spieler Mathias Seger ersteigert.

Donato Caspari

Die Helden kullern in Zeitlupe übers Feld

Zum 30-jährigen Jubiläum des HCT stehen sich dessen Legenden den ZSC-Lions Legenden gegenüber. Das erste Tor fällt in der 13. Minute, für die Thurgauer. «Es ist toll, die alten Grössen wieder auf dem Feld zu sehen», sagt HCT-Fan Fabian Fehr. «Küng, Block, Winkler – die meisten sind mir noch ein Begriff.» In der zweiten Spielhälfte häufen sich die Stürze. Zur Erheiterung des Publikums gleitet ein Zürcher Spieler auf dem Bauch vor das eigene Tor, wo der Goalie sich prompt auf ihn drauf plumpsen lässt. Sogar der Schiedsrichter grinst, während er die Strafe verhängt.

Besucher Pascal Schneider ist beeindruckt von der Leistung der Legenden. «Man sieht, dass sie es noch können. Sie spielen natürlich langsamer, aber die Technik stimmt.» Auch Karin und André Sameli geniessen es, die Sportler aus früheren Zeiten wieder aktiv zu sehen. «Ich erkenne eigentlich alle Spieler noch an ihrer Haltung wieder», sagt Karin Sameli. «Jeder hat sich seinen eigenen Spielstil bewahrt.» Ihr Mann sagt: «Sie spielen immer noch sauber. Vorsichtiger sind sie, aber die müssen ja auch alle montags wieder zur Arbeit erscheinen.»

Ein knapper Tausender geht an die Zürcher

Nach einem erfolgreichen Penaltyschiessen lassen sich die HCT-Legenden für ihren vier zu drei Sieg ordentlich feiern. Auf das Spiel folgen im Thurgauer Dörfli mehrere Feierlichkeiten, darunter die Versteigerung von je drei ZSC- und HCT-Trikots. Letztere stammen von René Stüssi, Patrick Henry und Gianni Dalla Vecchia. Sie werden alle für je 300 Franken ersteigert. Den Rekord in dieser Auktion trägt jedoch das ZSC-Trikot von Mathias Seger. Bei dessen Versteigerung schiesst eine kleine Kinderhand mehrmals unermüdlich in die Höhe. Sie gehört Yann Althaus, der sich das Trikot seines Idols für satte 800 Franken sichert. Sein Vater erklärt: «Da meine drei Söhne solche Fans von Seger sind, ist es mir das Geld wert. Zudem ist es wichtig, Sport zu fördern.»

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