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In Matzingen bemängeln die Stimmbürger Zahlen und ein Pensum

Bereits vor der Gemeindeversammlung muss sich der Gemeinderat einige kritische Fragen zum Budget gefallen lassen.
Samuel Koch
Das Ortsbild von Matzingen. (Bild: Samuel Koch, März 2017)

Das Ortsbild von Matzingen. (Bild: Samuel Koch, März 2017)

«Ganz im familiären Rahmen»: So begrüsste Gemeindepräsident Walter Hugentobler am Montagabend die acht Gäste im Mehrzweckgebäude zum Infoanlass übers Budget 2019. Weniger familiär gingen einige Votanten mit den Ausführungen von Hugentobler um. «Es ist einfach Horror, die Zahlen im Budget zu vergleichen», sagte jemand. Gemeint sind die Folgen wegen der Umstellung zum Rechnungslegungsmodell HRM 2.

«Sorry, aber man hat unweigerlich das Gefühl, man wird beschissen»

polterte er. Der Gemeinderat versuchte, die einzelnen Budgetposten mit den Zahlen der Vorjahren zu vergleichen und grössere Abweichungen zu begründen.

Walter Hugentobler, Gemeindepräsident Matzingen. (Bild: Donato Caspari)

Walter Hugentobler, Gemeindepräsident Matzingen. (Bild: Donato Caspari)

Insgesamt rechnet der Gemeinderat fürs kommende Jahr mit einem Minus von knapp 220'000 Franken bei einem Gesamtaufwand von rund 5,654 Millionen Franken. Dieses Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss von 56 Prozent legt er nächste Woche den Stimmbürgern vor. Wegen des für die laufende Rechnung gesenkten Steuerfusses sinken zwar die Fiskalerträge. «Dank des Wachstums im Dorf sinken sie aber nicht so stark», sagte Hugentobler.

Kandidaten für Gemeinderat in den Startlöchern

Kritische Voten folgten zudem zu einzelnen vom Gemeinderat begründeten Abweichungen, wie etwa der Anstieg der Kosten für die Exekutive. Der Löwenanteil hängt mit einer geplanten Pensumerhöhung fürs Gemeindepräsidium auf 80 Prozent ab August zusammen. «Muss der Gemeinderat dafür nicht extra einen Antrag vorlegen?», fragte jemand. Das sehe die Gemeindeordnung nicht vor, entgegnete Hugentobler.

Vizegemeindepräsident Renate Märki argumentierte für der um 20 Prozent erhöhtes Pensum, unter anderem mit dem Bauboom, steigenden Einwohnerzahlen und «dementsprechend erhöhten Anforderungen für die Verwaltung». Auf die Frage, warum man für die Nachfolge für den abtretenden Gemeinderat Christian Koch nicht finanzielle Zückerchen plane, sagte Hugentobler: «Wir haben drei Kandidaten gefunden, ohne Zückerchen zu verteilen.»

Budgetversammlung Matzingen, Dienstag, 18. Dezember, 20 Uhr, im Mehrzweckgebäude.

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