«Zaghafte Stabilisierung erkennbar»: Der Stadtrat Frauenfeld sieht für die Wirtschaft nicht ganz so schwarz, wie zu Beginn der Pandemie befürchtet worden war

Der Stadtrat hat einen Vorstoss beantwortet, in dem es um den Zustand der Frauenfelder Wirtschaft nach dem Lockdown geht. Anita Bernhard (CH) und Priska Brenner (Grüne) haben die Einfache Anfrage eingereicht.

Mathias Frei
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Die lokale Wirtschaft ist (noch) kein Fall für den Notfall.

Die lokale Wirtschaft ist (noch) kein Fall für den Notfall.

(Bild: Andrea Stalder, Kantonsspital Frauenfeld, 23.März 2020)
Anita Bernhard, Gemeinderätin CH.

Anita Bernhard, Gemeinderätin CH.

(Bild: PD)

Die Coronapandemie hat sich – Stand heute – weniger negativ auf die lokale Wirtschaft ausgewirkt als befürchtet. Dieses Fazit zieht nicht nur der Gewerbeverein aufgrund einer zweiten Umfrage bei seinen Mitgliedern im August. Auch der Stadtrat vertritt diese Einschätzung. Dies ist seiner Antwort auf die Einfache Anfrage «Auswirkungen des Lockdown auf das Gewerbe der Stadt Frauenfeld und allfällige Unterstützungsmassnahmen durch die Stadt» zu entnehmen. Den Vorstoss haben die Gemeinderätinnen Anita Bernhard (CH) und Priska Brenner (Grüne) eingereicht. Es ist die zweite Einfache Anfrage zu dieser Thematik nach jener von Sandro Erné (FDP).

Priska Brenner, Gemeinderätin Grüne.

Priska Brenner, Gemeinderätin Grüne.

(Bild: PD)

Wie der Stadtrat schreibt, lasse sich inzwischen erfreulicherweise vielerorts eine zaghafte Stabilisierung erkennen, nachdem die Konjunktur im Frühling markant eingebrochen war.

«Die Folgen sind aber hochgradig individuell.»

Insbesondere der Detailhandel und das Gastgewerbe, aber auch Vereine sowie die Kultur- und Eventszene seien hart getroffen, und eine Änderung der Situation sei nicht absehbar, lautet die Einschätzung des Stadtrats.

Fünf Prozent der Firmen mussten Leute entlassen

Eine genaue Einschätzung zur konkreten Situation in Frauenfeld lasse sich zwar nicht aus dem Thurgauer Wirtschaftsbarometer extrahieren, so der Stadtrat.

«Allerdings gestaltet sich die Situation in der Kantonshauptstadt nicht prekärer als an anderen Orten im Kanton Thurgau.»

Gemäss Resultaten der zweiten Gewerbevereinsumfrage mussten fünf Prozent der Unternehmen Arbeitsverhältnisse kündigen.

Auf die Lockerungsmassnahmen des Bundesrats verabschiedete auch der Stadtrat Anfang Mai einen Massnahmenkatalog. Für Erdgeschossnutzer in der Innenstadt wurde so unter anderem die Möglichkeit geschaffen, unkompliziert und gebührenfrei öffentlichen Grund nutzen zu können.