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Wunsch nach Anlaufstelle und Freiwilligenbörse: Münchwilen erhält ein Alterskonzept

Die Gemeinde Münchwilen erarbeitet mit Interessierten aus der Bevölkerung ein Alterskonzept. Aus einem ersten Workshop sind konkrete Anliegen hervorgegangen
Yves Keller lässt «Opa Chäller» vom Leben aus dem Altersheim erzählen. (Bilder: PD)

Yves Keller lässt «Opa Chäller» vom Leben aus dem Altersheim erzählen. (Bilder: PD)

(red) Erst einzelne Hinterthurgauer Gemeinden haben eines. Derzeit arbeitet die Gemeinde Münchwilen an einem Alterskonzept. Dazu hat sich unter der Leitung von Christian Griess von der Pro Senectute Weinfelden eine Arbeitsgruppe aus den verschiedensten Bereichen gebildet, die alle mit älteren Menschen arbeiten. Gemeindepräsident Guido Grütter die Anwesenden des Workshops in der Aula Oberhofen:

«Wir wollen das nicht im stillen Kämmerlein machen, sondern die Bevölkerung von Anfang an mit einbeziehen.»

Die Bevölkerung wurde deshalb zur Mitarbeit aufgefordert. Ein besonderer Gast eröffnete die Versammlung: Yves Keller von FM1. Insbesondere als er «Opa Chäller» zu Wort kommen liess, der aus seinem Leben im Altersheim erzählte, sorgte er für viele Lacher.

Anliegen in Gruppen diskutiert

Damit war die Verbindung zum Thema hergestellt. Im Anschluss wurde das eigentliche Thema diskutiert: Was fehlt auf der Gemeindeebene und was soll mit dem Alterskonzept erreicht werden? Themen waren die Gesundheitsversorgung und -vorsorge, Sicherheitsbedürfnisse sowie soziale Bedürfnisse. In einer zweiten Runde kamen die individuellen Bedürfnisse zur Sprache: Selbstständigkeit im Alter, technischer Fortschritt und Eigenverantwortung.

Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter (Mitte) diskutiert in einer Workshop-Gruppe.

Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter (Mitte) diskutiert in einer Workshop-Gruppe.

Die Workshop-Teilnehmer diskutierten in Gruppen aktiv. Betroffen machte die Aussage eines Teilnehmers, der nüchtern konstatierte, sein grösstes Problem im Alter sei die Einsamkeit. Nach dem Tod seiner Frau, nun an einem neuen Wohnort, ohne seine Arbeiten auf dem Bauernhof, sei es für ihn schwierig, Kontakte zu knüpfen.

Bei allen Gruppen kristallisierten sich ähnliche Hauptanliegen heraus. Gewünscht wird eine Universalnummer für alle Sorgen und Nöte im Alter, quasi eine eigene Anlaufstelle für Altersfragen. Es wurde auch festgestellt, dass es bereits sehr viele Angebote, zum Beispiel der Münchwiler Alterskommission mit Ausflügen, Kafitreffs und Mittagstischen gibt, diese aber zu wenig bekannt sind.

Informationen ohne Internetzugang

Dieser Punkt soll ins Alterskonzept einfliessen: Informationen sollen vermehrt ohne Internetzugang zugänglich sein. Zudem soll eine Freiwilligenbörse geschaffen werden und Treffpunkte für persönliche Kontakte gefördert werden.

Nadja Stricker, Gemeinderätin und Präsidentin Alterskommission, zeigte sich überaus erfreut über die erzielten Resultate. In einem zweiten Workshop mit Fachpersonen im November sollen weitere Bedürfnisse und Anliegen für das Alterskonzept erarbeitet werden. Danach sollen diese Punkte in kleinen Arbeitsgruppen weiter vertieft werden und damit die Basis für das Münchwiler Alterskonzept legen.

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