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Wuchtiges Thurgauer Ja zum neuen Kispi

Mit fast 90 Prozent Ja-Stimmenanteil heisst der Thurgau das Darlehen für den Neubau
des Ostschweizer Kinderspitals in St. Gallen gut. Damit ist der Weg frei für das neue Spitalgebäude.
Sebastian Keller
Visualisierung des neuen Ostschweizer Kinderspitals. (Visualisierung: PD)

Visualisierung des neuen Ostschweizer Kinderspitals. (Visualisierung: PD)

Am Sonntag blickte die Ostschweiz, ja sogar das Ausland mit einer gewissen Spannung in den Thurgau. Denn: Nur noch das grüne Licht aus diesem Kanton fehlte, um mit dem Neubau des Ostschweizer Kinderspitals in St. Gallen starten zu können.

Die weiteren Kispi-Trägerkantone sowie das Fürstentum Liechtenstein haben ihre Anteile bereits zugesichert. Teils schon vor Jahren. So hiess die Stimmbevölkerung des Kantons St. Gallen im November 2014 das Darlehen gut – mit einem Ja-Stimmenanteil von 90 Prozent. Der Thurgau ist bezüglich Zustimmungsrate dem Nachbarkanton dicht auf den Fersen. 89,2 Prozent der Thurgauer Stimmberechtigten legten am Sonntag ein Ja in die Urne. Eine Nein-Mehrheit resultierte in keiner der 80 Gemeinden. Mit 35 Prozent war die Stimmbeteiligung bei dieser Vorlage eher mittelmässig.

Die Vorzeichen für ein Ja waren eindeutig

Mit dem Ja gibt die Thurgauer Stimmbevölkerung ein Darlehen für den Neubau über 25,4 Millionen Franken frei. Ein Nein wäre eine Überraschung gewesen. Die politischen Vorzeichen waren eindeutig: Der Grosse Rat hatte das Darlehen mit 117 zu 0 Stimmen gutgeheissen. Ein Abstimmungskampf fand nicht statt. Ein überparteiliches Pro-Komitee informierte über die Notwendigkeit des Neubaus an einer Pressekonferenz. Einige Leserbriefe erreichten die Zeitungsredaktionen.

Das neue Kispi (grün) wird auf dem Gelände des Kantonsspitals St.Gallen gebaut. (Modell: PD)

Das neue Kispi (grün) wird auf dem Gelände des Kantonsspitals St.Gallen gebaut. (Modell: PD)

Über das klare Ja ist das Komitee «Pro Ostschweizer Kinderspital» erfreut. In einer Mitteilung schreibt dieses: «Die grosse Zustimmung zeigt den Verantwortlichen des Ostschweizer Kinderspitals, dass nicht nur die Thurgauer Regierung hinter dem überregionalen Kompetenzzentrum steht, sondern auch die Bevölkerung.» Diese habe den Nutzen klar erkannt. «Mit dem Neubau entstehen bessere Behandlungsmöglichkeiten für die Kinder.» Zudem blieben Arbeitsplätze erhalten und neue würden geschaffen.

Kispi ist für den Thurgau wichtig

Mit dem Ja aus dem Thurgau steht dem Kispi-Neubau nun nichts mehr im Wege. Das neue Spitalgebäude wird auf dem Gelände des Kantonsspitals St. Gallen erstellt. Zahlen belegen die Relevanz des Spitals auch für den Thurgau. So wurden im Jahr 2015 20 Prozent aller Thurgauer Kinder und Jugendlichen, die ins Spital mussten, im Kispi hospitalisiert. Die Anzahl behandelter Kindern nimmt zu. 2015 waren es 4900 Thurgauer Kinder, 2017 stieg die Zahl auf 5700 an.

Eine derart hohe Zustimmung zur kantonalen Vorlage resultierte seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr. 2011 wurde die Volksinitiative «Ja zu effizienter und erneuerbarer Energie – natürlich Thurgau!» mit 84,2 Prozent gutgeheissen. 2017 wurde der Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ja zu einer intakten Thurgauer Kulturlandschaft» mit 80,7 Prozent angenommen.

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