Aadorf
Früher als gedacht: Die Wohnüberbauung auf dem Blumenpark soll bereits im Frühling beginnen

129 neue Miet- und Eigentumswohnungen sind auf dem ehemaligen Aadorfer Hildebrand-Areal geplant. Wie Urs Vetter, Leiter Immobilien der Ed. Vetter AG, auf Anfrage mitteilt, soll bereits im Frühling mit den Bauarbeiten begonnen werden. Aadorf könnte durch den absehbaren Zuzug bald zur Stadt werden.

Kurt Lichtensteiger, Miguel Lo Bartolo
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Das Grossprojekt der Lommiser Ed. Vetter AG, die Aadorfer Wohnüberbauung, nimmt früher Fahrt auf als geplant.

Das Grossprojekt der Lommiser Ed. Vetter AG, die Aadorfer Wohnüberbauung, nimmt früher Fahrt auf als geplant.

Bild: Kurt Lichtensteiger

In jüngster Zeit ist Bewegung auf das ehemalige Aadorfer Hildebrand-Areal gekommen. Auf einer Fläche von rund 20'000 Quadratmetern realisiert die Lommiser Ed. Vetter AG hier 129 Wohnungen mit einem Kostenrahmen von 75 Millionen Franken – ein beachtliches Bauvorhaben, das den Ruf Aadorfs als regionales Zentrum weiter bekräftigen wird. Mit dem Zuzug dürfte die Hinterthurgauer Gemeinde die magische Grenze von 10'000 Einwohnern wohl in absehbarer Zeit knacken. Der Baubeginn ist für Frühling 2022 vorgesehen, wie Urs Vetter, Leiter Immobilien bei der Ed. Vetter AG, auf Anfrage mitteilt. Bislang war man von Ende 2022 ausgegangen.

Wo sich einst die Gebäude der Firma Hildebrand AG, die Integrationsstätte «Ranunkel», ein Galvanisierwerk und später die «Thurpack» befanden, ist heute einzig eine ebene Kiesfläche auszumachen. Westlich der Vibraplast AG sind Arbeiter daran, eine Stützmauer zu betonieren. Daneben wartet ein Bagger auf seinen Einsatz. Ein fast dreimetertiefes Aushubloch deutet darauf hin, dass belastetes Material ausgehoben wurde. «Die Altlasten wurden saniert und bereinigt. Nur vereinzelte Proben stehen noch an», sagt Urs Vetter bei der Begehung des Baugeländes.

Bunter Mix an Wohnraum

Urs Vetter, Leiter Immobilien bei der Ed. Vetter AG in Lommis.

Urs Vetter, Leiter Immobilien bei der Ed. Vetter AG in Lommis.

Bild: PD

Das Bauprojekt scheint nun endlich konkret zu werden. Von der Übernahme des Areals durch die Ed. Vetter AG am 1. November 2013 dauerte es sechs Jahre bis zur Bewilligung des Gestaltungsplans. Im Juli 2020 erfolgte die Baueingabe, die kürzlich Rechtskraft erlangt hat.

Vorgesehen ist laut Urs Vetter nun ein bunter Mix an Wohnraum. So soll es zwar vor allem 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen geben. Doch auch studioähnlicher (1,5 Zimmer) und grossflächiger Wohnraum soll nicht fehlen. Mit letzterem meint Vetter wohl die zwölf geplanten 5,5-Zimmer-Gartenwohnungen. In welcher Preisklasse sich der neue Wohnraum bewegt, ist weiterhin offen. Was Vetter indes sagen kann:

«Gut die Hälfte aller Wohnungen steht als Eigentum oder zur Vermietung zur Verfügung.»

Zur bestehenden Gewerbefläche von rund 8000 Quadratmetern kommt in den Neubauten entlang der Industriestrasse noch eine Gewerbefläche von etwa 800 Quadratmetern im Erdgeschoss dazu.

Vetter führt aufs Dach des Gebäudes an der Industriestrasse 15, wo sich eine Fotovoltaikanlage befindet. «Die neuen Gebäude werden im Minergie-Standard gebaut», sagt er. Nebst den Fotovoltaikanlagen trage auch die Fernwärme, erzeugt mit Holz, zur ökologischen Nachhaltigkeit bei. Die drei- bis sechsgeschossigen Gebäude sollen optisch gefällig sein, denn von Westen her sei eine Abstufung projektiert, so Vetter. Froh ist Vetter auch darüber, dass man die anfänglichen Unstimmigkeiten mit der Nachbarschaft inzwischen hat beseitigen können.