Welcher Playoff-Gegner soll es sein? 

In dieser Woche kommt aus, auf wen der HC Thurgau im Playoff der Eishockey-Swiss-League trifft. Die Erfolgsaussichten sind nicht mit jedem Gegner gleich.

Matthias Hafen
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Wartet im Playoff-Viertelfinal Ajoie, Olten, La Chaux-de-Fonds oder doch Kloten auf den HC Thurgau? (Bilder: Freshfocus (3)/Mario Gaccioli (1))

Wartet im Playoff-Viertelfinal Ajoie, Olten, La Chaux-de-Fonds oder doch Kloten auf den HC Thurgau? (Bilder: Freshfocus (3)/Mario Gaccioli (1))

Als Tabellensiebter kann der HC Thurgau den Positionskampf an der Tabellenspitze der Swiss League gespannt von aussen mitverfolgen. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair wird im Playoff ab Freitag, 22. Februar, auf den Qualifikationszweiten treffen. Soviel steht fest. Bis dahin sind je nach Team noch zwei respektive drei Begegnungen zu absolvieren. Als Viertelfinalgegner des HCT kommen vier Teams in Frage: Ajoie, Olten, La Chaux-de-Fonds und Kloten.

Warum Ajoie ein guter Gegner wäre

Die Jurassier sind wie kein anderes Team von seinen beiden Ausländern (Jonathan Hazen und Philip-Michael Devos) abhängig. Gelingt es, die Sturmlinie mit den zwei Franko-Kanadiern zu neutralisieren, steht die Tür zum Halbfinal weit offen. Zugegeben, das ist keine leichte Aufgabe, jedoch der Schlüssel zum Erfolg gegen die Jurassier. Zudem will der HC Ajoie nicht in die National League aufsteigen, seine Ambitionen halten sich in Grenzen.

Warum Ajoie kein guter Gegner wäre

Der HC Thurgau hat in dieser Saison jeden Gegner mindestens einmal besiegt – ausser den HC Ajoie. Gegen die Jurassier resultierten in vier Begegnungen vier Niederlagen. Zudem ist die mühsame Anreise nach Pruntrut etwas vom Unbeliebtesten bei Spielern und Trainern.

Warum Olten ein guter Gegner wäre

Mit den Solothurnern hat der HCT noch eine Rechnung offen. Im Vorjahr schied Mairs Equipe in einer hart umkämpften Viertelfinalserie gegen Olten mit 2:4 Siegen aus. Unter anderem führten Personalsorgen bei den Ostschweizern zu diesem Resultat. Heuer stünden Thurgaus Chancen wohl etwas besser. Davon zeugen unter anderem auch die zwei deutlichen Heimsiege in diesem Winter.

Warum Olten kein guter Gegner wäre

Die Mannschaft von Trainer Chris Bartolone ist die bestbesetzte der Swiss League und hat am meisten Potenzial. Personelle Ausfälle können auf fast jeder Position gleichwertig ersetzt werden. Auch will Olten unbedingt die Ligaqualifikation gegen den NLA-Letzten bestreiten und sich den Weg in die höchste Liga bahnen. Das kann Kräfte freisetzen.

Warum La Chaux-de-Fonds ein guter Gegner wäre

Die Neuenburger hegen oft höhere Ambitionen als Fähigkeiten vorhanden sind. Das feuert die Wahrscheinlichkeit für ein Ausscheiden gegen einen Aussenseiter wie Thurgau an. Auch ist die Mannschaft instabil, sprich unkonstant. Das kann in einer Best-of-7-Playoffserie fatal sein. 

Warum La Chaux-de-Fonds kein guter Gegner wäre

Die Anreise ist lang und mühsam. Sportlich tut sich der HC Thurgau gegen die Neuenburger oft schwer. Ein Auswärtssieg steht in dieser Saison drei Niederlagen gegenüber. Zudem steht in der Patinoire des Mélèzes kaum Platz für Gästefans zur Verfügung.

Warum Kloten ein guter Gegner wäre

Vom NLA-Absteiger wird so viel erwartet, dass er im Viertelfinal gegen den HC Thurgau nur verlieren könnte. Zwei Siege und eine Niederlage im Penaltyschiessen in insgesamt sechs Begegnungen sind keine schlechte Qualifikationsbilanz für die Equipe von Trainer Stephan Mair. Die Reisezeit nach Kloten wäre optimal. Und nicht zuletzt würden die Anhänger der Zürcher Unterländer den Thurgauern jedes Mal die Güttingersreuti füllen.

Warum Kloten kein guter Gegner wäre

Das Team von Trainer André Rötheli ist hoch ambitioniert und mit mehreren, NLA-erfahrenen Haudegen besetzt. Die sind im Playoff, also wenn es um die Wurst geht, noch schwerer zu besiegen als in der Qualifikationsphase.

Das Playoff-Fieber steigt beim HC Thurgau

Der HC Thurgau nutzt die spielfreie Woche, um sich akribisch aufs Playoff vorzubereiten. «Es gab einen Moment, in der bei uns die Luft draussen war», sagt Trainer Stephan Mair. «Doch die Intensität ist wieder da.»
Matthias Hafen