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Ellikon an der Thur: Wo Tomaten schneller reifen

2500 Tonnen Tomaten werden von der Purnatur AG jährlich in Gewächshäusern gereift und geerntet. Für die zur Reifung und Bearbeitung nötigen Temperaturen sorgt eine moderne Kälte-Wärmezentrale.
Christof Lampart
Verkaufsleiter Andi Feiler erklärte den Besuchern die Funktionsweise des neuen Gewächshauses. (Bild: Christof Lampart)

Verkaufsleiter Andi Feiler erklärte den Besuchern die Funktionsweise des neuen Gewächshauses. (Bild: Christof Lampart)

Während die Tomaten in den Gewächshäusern übers ganze Jahr hin reifen und dabei eine ständige Temperatur von 18 bis 19 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen, wird für die Produktkühlen von Salaten und Gemüse die Kälte benötigt, «erklärte Geschäftsführer Martin Kellermann auf dem Firmenareal in Ellikon an der Thur. Zur Exkursion eingeladen hatte der Verein Geothermie Thurgau.

Der Projekttreiber war ein zusätzlicher Kältebedarf für eine neue Logistikhalle und einen Schnellkühler. Wie Kellermann betonte, sei man vor dem Entscheid gestanden, ob man weiterhin dezentrale FKW-Anlagen oder eine neue, zentrale Kälteversorgung installieren wolle.

Klar sei schnell auch gewesen, dass man die Abwärme für die Beheizung der Gewächshäusernutzen wolle und dass dies durch die Grundwasserwärmenutzung geschehen könne. Die zentrale Kälteversorgung wird durch eine auf 7 Grad minus heruntergekühlte Glykolvorsorgung gewährleistet. Und nicht zuletzt hat die Anlage auch eine hervorragende Ökobilanz. «Wir sind 1000 bis 1500 Tonnen unter der Energie-Zielvereinbarung, welche der Bund beim CO2-Ausstoss vorgibt und haben somit die Forderung sogar übererfüllt», freute sich Kellermann.

Spezialglas verteilt das Licht

Kommt hinzu, dass die Pronatur AG zwischen September 2016 und Frühling 2017 ein neues Gewächshaus erstellte, das im Mai 2017 seinen Betrieb aufnehmen konnte und zu den absolut modernsten seiner Art zählt. «Wir sind hier auf einem Niveau, das nur noch zwei weitere Gewächshäuser auf der Welt haben, und dürften somit in den nächsten zehn Jahren in Sachen Gewächshaustechnologie ganz vorne mit dabei sein», erklärte Verkaufsleiter Andi Feiler. Er sei sehr zuversichtlich, dass die neue Anlage, mit der man unter anderem das Licht durch Schirme und Spezialglas besser auf die 90000 Pflanzen verteilen könne, nicht nur ein Plus beim Tomatenanbau im nebelgeplagten Thurtal sei, sondern auch mithelfen könne, «dass wir in den nächsten Jahren die Abdeckung im Betrieb mit erneuerbaren Energien noch weiter steigern werden können». Zwar seien das erste Betriebsjahr erst gerade vorbei und die Zahlen noch nicht komplett ausgewertet, aber er schätze, dass man durch die neue Anlage 25 bis 30 Prozent weniger Energie für die Tomaten verbraucht habe, so Feiler.

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