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Feuerwehr übt in Ettenhausen am ehemaligen Denner

Ein Abbruchobjekt an der Elggerstrasse diente der Aadorfer Feuerwehr am Montagabend als Übungsobjekt. Bald entstehen hier 13 Wohnungen.
Kurt Lichtensteiger
Aadorfer Feuerwehrleute üben die Rettung mittels Drehleiter. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aadorfer Feuerwehrleute üben die Rettung mittels Drehleiter. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Im beschaulichen Ettenhausen sorgte am Montagabend der ungewohnte Aufmarsch von Feuerwehrleuten, Fahrzeugen und Material für einiges Aufsehen. Im Nu waren zahlreiche Zaungäste vor Ort, wo sich Spektakuläres abspielte. Nicht verwunderlich bei der Ausgangslage, nämlich dem Vollbrand in einem verwaisten Ladenlokal, mit Ausbreitung ins Erdgeschoss, Lager und Treppenhaus.

Eine kleinere Feuerwehrübung am Gebäude der Elggerstrasse 5 hatte bereits am Samstagvormittag stattgefunden, ehe zwei Tage später rund 70 Angehörige der Feuerwehr, die Atemschutztruppe, die Feuerwehr-Sanität und die Verkehrsabteilung ihr Können unter Beweis stellen konnten. Gleichentags war in der Liegenschaft mit dem Abbau von schadstoffhaltigem Material (Asbest) begonnen worden, was aber mit der montäglichen Übung nicht in Zusammenhang stand.

Personen aus Dachgeschoss gerettet

Eine besondere Herausforderung bedeutete die Rettung dreier Personen aus dem 1. Stock und dem Dachgeschoss. Feuer konnte aus verständlichen Gründen nicht gelegt werden, doch für einmal gab es auch Rauch ohne Feuer. Wasserschaden hin oder her, aus den Schläuchen konnte munter gespritzt werden, schliesslich handelte es sich um ein Abbruchobjekt. Die Gelegenheit für Einsatzleiter Andreas Hasler und seinen Vize Dominik Tscharf, einen möglichen Ernstfall zu supponieren. Dies unter der aufmerksamen Beobachtung von Feuerwehrkommandant Beat Bollinger, der sich zum Ausbildungsstand seiner Truppe ein insgesamt positives Bild gemacht haben dürfte. Notizen zum ruhigen Übungsverlauf mochten als Experten auch die Beobachter Bruno Künzli und Paul Wick gemacht haben. Die Schlussbesprechung noch vor dem Brandobjekt ergab jedenfalls wertvolle Rückschlüsse.

Mit dem Abbruch des gut 50-jährigen Gebäudes, worin sich einst der «Denner» und später «Seraina’s Lädeli» befanden, endet auch die bewegte Geschichte um die tägliche Nahversorgung mit Lebensmitteln. Manche mögen den Wegfall des Begegnungsortes, bedauern, der neben den beiden Restaurants eine zusätzliche Gelegenheit zu sozialem Austausch bot.

Abbruch startet am 11. Juni

Kommerzielle Interessen werden bekanntlich höher gewichtet, was die Ländliche Genossenschaft schliesslich dazu bewogen hat, im vergangenen Oktober einen Kredit über fünf Millionen Franken für den Abbruch und Neubau zu sprechen. Im Januar erfolgte die Baueingabe. Ende März schliesslich zogen die letzten Mieter aus den fünf Wohnungen. Auch die Tankstelle und die Tiefkühlanlage wurden aufgehoben.

«Eine Einsprache verzögerte den Baubeginn um drei Monate, nun endlich konnte grünes Licht zum Neubau gegeben werden», sagt Geschäftsführer Hugo Schwager. Das Architekturbüro Hinder aus Wil hat die Pläne für die Realisierung eines Mehrfamilienhauses mit 13 Wohnungen und einer Tiefgarage ausgearbeitet. Ab 11. Juni erfolgt der Abbruch der Liegenschaft, von der bei Beginn der kommenden Sommerferien nichts mehr zu sehen sein wird. Danach wird die Baugrube ausgehoben und mit dem Rohbau begonnen. Und in einem Jahr dürfte der Ortskern eine weitere Veränderung erfahren haben – vielleicht auch gepaart mit etwas Wehmut.

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