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Wo drückt im Frauenfelder Quartier Huben der Schuh?

Im Mehrzweckraum des Schulhauses Huben entstand am Samstag viel Kreatives zur Gestaltung der Zukunft im Frauenfelder Quartier. Zu reden gab auch der immer wieder als Schandfleck bezeichnete Obstgarten.
Hugo Berger
Stadträtin Elsbeth Aepli diskutiert mit einem Teilnehmer und Quartiervereinspräsident Peter Wanner (2. v. l.). (Bilder: Hugo Berger)

Stadträtin Elsbeth Aepli diskutiert mit einem Teilnehmer und Quartiervereinspräsident Peter Wanner (2. v. l.). (Bilder: Hugo Berger)

Die Bewohner und Bewohnerinnen von Huben dürfen sich freuen: Im Jahr 2030 ist das ganze Quartier autofrei. Man begegnet sich zu Fuss oder mit dem Velo auf der Strasse. Und wer mit dem Zweirad in die Stadt runter fährt, kommt bequem wieder nach Hause, nämlich mit dem Velo-Lift, einem Art Skilift, der ihn die Neuhauserstrasse hoch zieht.

Der fehlende Dorfplatz als grosses Manko

Diese wohl nicht ganz ernst gemeinte Vision entstand am Samstag in der Zukunftswerkstatt im Schulhaus Huben. Zur Hauptsache aber erarbeiteten die rund 60 Teilnehmer unter der Leitung von Sabina Ruff, Stadtentwicklung und Standortförderung, handfeste Lösungen zur Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Quartier. Wo drückt den die Bewohner des Quartiers überhaupt der Schuh? In jeweils wechselnden Gruppen gingen die Teilnehmer dieser Frage nach und suchten nach Lösungen. An einer Befragung zu Beginn der Veranstaltung lobten die Teilnehmer Huben als schönen, sonnigen Wohnort mit Stadt- und Naturnähe. «Wenn ich aus der Haustüre trete, bin ich im Grünen, und mit dem Bus bin ich in wenigen Minuten in der Stadt», schwärmte ein Bewohner. Viele Teilnehmer sehen im neu entstandenen Konsum eine Bereicherung des Quartiers.

«Beim Obstgarten wird auf Zeit gespielt, die Stadt hat wenige Möglichkeiten, einzugreifen.»
(Stadtpräsident Anders Stokholm)

Als Nachteil aber kristallisierte sich eines heraus: Huben ist schnell gewachsen, ein Haus reiht sich ans nächste. Dabei fehlt das, was es früher in jedem Dorf gab: ein Dorfplatz, will heissen, ein Ort, an dem man sich ungezwungen treffen kann; ein Zentrum, das dem Quartier Zusammenhalt und Identität gibt. Als möglicher Ort wurde immer wieder der Obstgarten erwähnt. Aber auch andere Möglichkeiten, wie etwa eine Ortszeitung oder eine Internet-Seite wurden ins Spiel gebracht. Die Internet-Seite gehört denn auch zu jenen Massnahmen, die fest beschlossen wurden. Im Weiteren soll ein Ort der Begegnung und ein grosser, origineller Spielplatz realisiert werden. «Es muss ja nicht gleich ein neuer Europapark werden», meinte ein Teilnehmer. Eine neu ins Leben gerufene Koordinatenstelle hat die Aufgabe, Lösungen für die Finanzierung und Realisierung dieser Projekte zu erarbeiten.

Stadtpräsident Anders Stokholm beim Brainstorming mit Konferenz-Teilnehmerinnen.

Stadtpräsident Anders Stokholm beim Brainstorming mit Konferenz-Teilnehmerinnen.

Schnell wachsend und mit guter Durchmischung

Als Schandfleck bezeichnet wurde immer wieder der Obstgarten beim grossen Spitalkreisel. Stadtpräsident Anders Stokholm meinte hierzu: «Es wird auf Zeit gespielt, die Stadt hat wenige Möglichkeiten, einzugreifen.» Weiter riet er den Teilnehmern der Zukunftswerkstatt, sich als möglicher Ort der Begegnung nicht auf den Obstgarten zu konzentrieren. «Macht den Fächer auf und prüft auch andere Standorte», so sein Rat. Stadträtin Elsbeth Aepli lobte die Bewohner von Huben als «Super Bevölkerung», die sich für die Entwicklung ihres Quartiers interessierten. Huben sei in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich schnell wachsendes und habe eine gute Durchmischung von älteren und jüngeren Menschen. Der Anlass endete mit einem Apéro, an welchem die Gespräche rege weitergeführt wurden.

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