Wo Fräuli und Leuli am Mitsommerfest in Frauenfeld drei Tage steil gehen

Qual der Wahl: Man bräuchte viel länger als die drei Tage Mitsommerfest von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16.Juni, um alles zu sehen und zu essen, was einem geboten wird. Deshalb: die Empfehlungen des TZ-Ressorts Frauenfeld. Und sonst: www.mitsommerfest.ch

Mathias Frei, Rahel Haag, Samuel Koch, Stefan Hilzinger
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(Bild: Olaf Kühne/Grafik: sbu)

(Bild: Olaf Kühne/Grafik: sbu)

1) Chügelibahnen

Täglich, ab Feststart bis 20 Uhr, bei der evangelischen Kirche.
Auf der Promenade vor dem evangelischen Kirchgemeindehaus steht eine knapp fünf Meter hohe Kugelbahn in Form eines Kirchturms. Im Kirchgemeindehaus hat es weitere rund 40 grössere und kleinere Bahnen. Bunte Murmeln und Kugeln warten auf kleinere und grössere Kinder, die sie in ständiger Bewegung halten.

2) Mattermania

Das Trio Mattermania. (Bild: PD)

Das Trio Mattermania. (Bild: PD)

Samstag, 16 Uhr, Konviktbühne.
Sie lassen Mani Matter aufleben. Die drei Musiker Ivo Roesch, Gabriel Kramer und Simon Zürrer spielen sich frisch und unbekümmert durch den Nachlass des Berner Troubadours. Während bei Matter jeweils nur eine Gitarre zum Einsatz kam, wartet die Band zusätzlich mit einem Kontrabass, einfachen Perkussionsinstrumenten und einer Mundharmonika auf.

3) Ram Uai Porn

Freitag, 18.45 Uhr, Parkbühne.
Als einer der ersten Auftritte führt die thailändische Kulturgruppe Anurakthai ihren Begrüssungstanz Ram Uai Porn auf (übersetzt: «Dämmerung der Freude»). Mit bedachten Schritten, majestätischen Gesten und filigranen Fingergebärden wird dem Stadtfest himmlisches Glück verliehen. Mit dem horizontalen Gewerbe hat der Tanz indes nichts zu tun.

4) Christoph Simon

Christoph Simon. (Bild: PD/Ayse Yavas)

Christoph Simon. (Bild: PD/Ayse Yavas)

Freitag, 19 Uhr, Parkbühne.
Bei Frauenfeld denkt Christoph Simon an den Geruch von Eiercognac-Duschgel. Darüber hinaus ist der Berner wunderbarer Bühnenpoet und Romanautor. Sein Erstling (2001) heisst «Franz oder warum Antilopen nebeneinander laufen». Mittlerweile ist er zweifacher Slam-Schweizer-Meister und mit dem Programm «Zweite Chance» unterwegs.

5) Lego-Wettbewerb

Eine Lego-Figur. (Bild: PD)

Eine Lego-Figur. (Bild: PD)

Sonntag, 10 bis 17 Uhr, zwischen «Huberei» und Bibliothek.
Unter dem Patronat der Thurgauer Kantonalbank findet am Sonntag ein Lego-Wettbewerb statt. Das Motto lautet «Wir bauen unsere Stadt». Prämiert werden schöne Gebäude – wenn sie einen Bezug zu Frauenfeld haben, umso besser. Ausserdem gibt es grosse Legosteine, Schubkarren und Bauhelme zum Spielen.

6) Glücksammelstelle

Samstag, 9 bis 16 Uhr; Sonntag, 11 bis 16 Uhr, Kantonsbibliothek.
Was ist Glück? Dieser Frage geht der Verein Bibliothek der Kulturen nach. In einer Glücksammelstelle können die Besucher in Zeichnungen, Bildern und Texten in allen Sprachen und Schriften der Welt festhalten, was für sie Glück bedeutet. Die Beiträge werden anschliessend aufgehängt und später in einem Buch gesammelt.

7) Riesenrad

Ein Riesenrad an der WEGA in Weinfelden. (Bild: Donato Caspari)

Ein Riesenrad an der WEGA in Weinfelden. (Bild: Donato Caspari)

Täglich, während der Festzeiten, beim Luna-Park.
Ein Stadtfest ohne Luna-Park? – Geht gar nicht! Nebst Karussell und Schiessbude lässt das OK hinter dem Regierungsgebäude ein Riesenrad aufstellen. Zumindest für drei Tage haben die Besucher bei einer Fahrt den wahren Überblick und machen sogar den Störchen auf Kirchturm und Brauhaus-Kamin Konkurrenz.

8) Teledisko

Eine Teledisko. (Bild: PD)

Eine Teledisko. (Bild: PD)

Täglich, während der Festzeiten, bei der Konvikthalle.
Als Beweis, dass man am Mitsommerfest war. Das ist eine Telefonkabine, die es in sich hat, eben Teledisko. Bitte einsteigen! Und los geht die Party. Ein fetziger Song läuft, ein Föteli wird ausgedruckt, und man bekommt einen Link zum Video mit dem eigenen Tanzorgienwahnsinn. Das ist doch was – und vor allem gratis!

9) Belcanto-Chor

Der Belcanto-Chor Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Der Belcanto-Chor Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Samstag, 13.20 bis 14 Uhr, Parkbühne.
Der Belcanto-Chor unter der Leitung von René Aebi bringt die einfachsten Lieder auf besondere Art zum Klingen. Zu hören sind nebst alten Volksliedern wie «Du fragsch, was i möchte singe» auch Hits wie «Louenesee». So schafft es der Chor, die einzelnen Genres der Musik zu verbinden – vom Volkslied bis zum Rock.

10) Fotowettbewerb

Abstimmung: bis Sonntagmittag, Konvikthalle; Prämierung: Sonntag, 14.30 Uhr, Konviktbühne.
Die Stadt hat sich auf die Suche nach den besten Frauenfelder Sujets aus allen Quartieren gemacht. Insgesamt werden den Besuchern rund 50 ausgewählte Fotos präsentiert. Das Publikum kürt die Gewinner. Jene drei Bilder, welche die meisten Stimmen erhalten, bekommen einen Preis.

11) Kurzgeschichten

Flora Hausammann. (Bild: PD)

Flora Hausammann. (Bild: PD)

Samstag, 13 bis 13.30 Uhr sowie 16.45 bis 17 Uhr, Gauklerplatz.
Nebst etlichen Darbietungen auf dem Gauklerplatz liest Flora Hausammann zweimal eigens verfasste Kurzgeschichten. Vor vier Jahren siegte die Frauenfelderin (Jahrgang 1996) mit ihrem poetischen Text «Der Wortflechter» beim Junge-Texte-Festival, das alle zwei Jahre an der Kantonsschule über die Bühne geht.

12) Festbeiz der Bürgergesellschaften

Thomas Götz alias Kantonsrat Arnold Schnyder. (Bild: Reto Martin)

Thomas Götz alias Kantonsrat Arnold Schnyder. (Bild: Reto Martin)

Täglich, während den Festzeiten, vor dem Huber-Altbau.
Auch wenn es einen reizt: In dieser Festwirtschaft sollte man nicht über den Bürgerwein spotten. Denn hier gibt es die Frauenfelder Bürgerwurst, diese feine Salzisse aus der der Zeit um den Bechtelis. Und Kantonsrat Noldi Schnyder (Thomas Götz) soll auch noch unter den Bänken liegen.

Am Frauenfelder Mitsommerfest vereint mit vielen Vereinen

Das Mitsommerfest vom kommenden Sommer zu Ehren des 100-Jahr-Jubiläums der Eingemeindung nimmt langsam Formen an. Mehr als 60 Vereine wollen beim Fest mitwirken, wo und in welcher Form steht aber noch nicht detailliert fest.
Samuel Koch

Ein Fest für die Frauenfelder Vereine

Im kommenden Jahr feiert die Stadt Frauenfeld das Mitsommerfest. Am Dienstag gewährte das OK erste Einblicke. In erster Linie sollen die Vereine zum Zug kommen und sich präsentieren.
Rahel Haag