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Lernen, was da wächst und warum es so besonders ist: Im Gebiet Otterentobel zwischen Eschenz und Hüttwilen existiert ein neuer Waldlehrpfad

Jäger und Förster haben dank des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen des Ferienspass einen neuen Waldlehrpfad eingerichtet. Mitfinanziert haben ihn die Gemeinden Eschenz und Hüttwilen, aber auch die Passage-Apotheke in Frauenfeld.

Margrith Pfister-Kübler
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Mit Hilfe eines Erwachsenen schraubt dieses Mädchen ein Informationstäfelchen an einen Baum.

Mit Hilfe eines Erwachsenen schraubt dieses Mädchen ein Informationstäfelchen an einen Baum.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

«Cool, aber nass.» Dieser Ausruf war immer wieder zu hören von den 17 Buben und Mädchen beim Pfähle einschlagen, Informationstäfelchen anschrauben und dabei lernen. Lernen, was da wächst und warum es so besonders ist. Alles bei strömendem Regen mit Jägern und Förstern. Besonders war vieles auf dem Seerücken, oberhalb Hüttwilen und Eschenz im Gebiet Otterentobel, wo sich der Nachwuchs zuerst in der Jagd- und Forsthütte Hochwacht, Steinegg, einfand.

Eingeladen hatte an diesem Donnerstag die Jagdgesellschaft Eschenz und Hüttwilen, welche diesen lehrreichen Anlass für den Ferienspass «Region Stein am Rhein» zusammen mit den Förstern vom Forstbetrieb Seerücken-Rhein in Szene setzten. Zum Ferienspass «Region Stein am Rhein» gehören auch Eschenz, Wagenhausen, Bornhausen und Mammern.

Wetter verunmöglicht Beobachten von Wild

Die Idee für den Baumlehrpfad hatte Jäger Claus Ullmann, ehemaliger Gemeindepräsident von Eschenz. 50 Informationstäfelchen für im Vorfeld ausgesuchte Bäume, 50 Pfähle, dazu Werkzeug vom Holzhammer über die Säge bis zum Bohrer, waren vorbereitet. Unter Anleitung der Erwachsenen zeigten die Kinder und Jugendlichen Meisterleistungen und abenteuerliche Einsatzfreude.

Jäger Claus Ullmann (Bildmitte mit hellbraunem Hut) instruiert die Teilnehmenden vor dem Start zur Gestaltung des Waldlehrpfades und teilt alle in Gruppen ein.

Jäger Claus Ullmann (Bildmitte mit hellbraunem Hut) instruiert die Teilnehmenden vor dem Start zur Gestaltung des Waldlehrpfades und teilt alle in Gruppen ein.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Geplant war, nach dem Aser (Essen, offeriert von der Jagdgesellschaft) am Abend auf dem Hochsitz zusammen mit den Jägerinnen und Jägern das Wild zu beobachten. Doch der stürmische Tag mit viel Regen machte einen Strich durch die Planung. «Das nächste Mal dann», sagte Jäger Claus Ullmann.

Finanziert wurde das Material für den Waldlehrpfad von den Gemeinden Eschenz und Hüttwilen sowie der Apotheke Passage in Frauenfeld. Ullmann sagte: «Apotheker Stefan Ullmann, mein Sohn, hat einst hier alle Details über Wildpflanzen und Bäume für die Apothekerprüfung gelernt, deshalb kam die spontane Unterstützung.»