«Wir schlagen drei Fliegen auf einen Schlag»: Feuerwehr Matzingen-Stettfurt freut sich über ihre neue Fahrzeugkombination

Die Feuerwehr Matzingen-Stettfurt weiht ihr neues Logistikfahrzeug und ihren neuen Schlauchverleger ein. Das Preisschild: 200'000 Franken.

Samuel Koch
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Posieren vor dem neuen Nutzfahrzeug mit neuem Schlauchverlegeranhänger: Feuerwehrkommandant Christian Büchi, Stettfurts Gemeindepräsident Markus Bürgi und Andreas Hörnlimann vom Hersteller.

Posieren vor dem neuen Nutzfahrzeug mit neuem Schlauchverlegeranhänger: Feuerwehrkommandant Christian Büchi, Stettfurts Gemeindepräsident Markus Bürgi und Andreas Hörnlimann vom Hersteller.

Bild: Andrea Stalder

Auf einen Namen hört die neue Komposition der Feuerwehr Matzingen-Stettfurt nicht. «Wir taufen unsere Fahrzeuge nicht mehr», sagt Kommandant Christian Büchi auf dem Vorplatz des Feuerwehrdepots beim Mehrzweckgebäude in Matzingen, während etwa das Tanklöschfahrzeug Matzi 20 oder das Rüsterfahrzeug Röbi in der Garage stehen.

Am Dienstagvormittag haben Büchi, seine Kameraden sowie die Verantwortlichen für die Beschaffung das neue Nutzfahrzeug mit Schlauchverlegeranhänger bei einem kleinen Einweihungstreff feierlich und mit genügend Sicherheitsabstand in Empfang genommen. «Dieses Kleinfahrzeug ist perfekt auf diese Feuerwehr zugeschnitten», sagt Andreas Hörnlimann, Vertreter der Herstellerfirma Tony Brändle AG aus Wängi.

Komposition mit vielen Vorteilen

Der Auftrag kostete die beiden Gemeinden Matzingen und Stettfurt rund 200'000 Franken, nachdem im Investitionsplan der Feuerwehrkommission zunächst bloss die Beschaffung eines neuen Schlauchverlegers vorgesehen war. Markus Bürgi, Gemeindepräsident von Stettfurt, sagt:

«Die Multifunktionalität hat uns überzeugt.»

Walter Hugentobler, sein Pendant aus Matzingen, musste sich erkältungssymptomhalber kurzfristig entschuldigen. Die neue Komposition weise viele Vorteile auf, meint Bürgi. Kommandant Büchi ergänzt begeistert: «Wir schlagen damit drei Fliegen auf einen Schlag.»

Der Allrad-Mercedes Sprinter 319 CDi mit Schlauchverlegeranhänger.

Der Allrad-Mercedes Sprinter 319 CDi mit Schlauchverlegeranhänger.

Bild: Andrea Stalder

Der Verleger mit Motorspritze, die im Brandfall an nahe gelegenen Gewässern Löschwasser ansaugen kann, weist etwa 940 Meter Schlauch auf. Büchi sagt:

«Mit dieser Länge kommen wir an die abgelegensten Orte in unseren Gemeinden.»

Der Anhänger alleine wieg 3,5 Tonnen, weshalb vorne mit dem Allrad-Mercedes Sprinter 319 CDi ein starkes Zugfahrzeug benötigt wird. «Ausserdem haben wir den Vorteil, dass wir dank der Doppelkabine gleichzeitig sechs Personen transportieren können», sagt Büchi. Als dritter Pluspunkt dient die Ladebrücke des Fahrzeugs. «Einsatzhygiene mit Schwarz-Weiss-Trennung wird immer wichtiger», sagt Büchi.

Neueste Erkenntnisse zeigten, dass im Einsatz genutztes Material mit Rauchpartikeln krebserregend sein kann. Deshalb können die Feuerwehrleute das dreckige Material nun separat transportieren, um es später regelkonform zu reinigen.

Verteilschlüssel ergibt sich aus zwei Kriterien

Die Kosten für den Ausbau der Flotte tragen die Gemeinden Matzingen und Stettfurt, jedoch nicht hälftig. Denn der Verteilschlüssel ergibt sich aus der Bevölkerungszahl sowie aus der Versicherungssumme der Gebäudeversicherung. «Zwei Drittel zu einem Drittel», sagt Markus Bürgi zur derzeitigen Teilung. Das jetzige Resultat zeige, dass sich sowohl die Summe als auch der Zusatzaufwand aller Beteiligten gelohnt habe. Und Bürgi spricht eine Hoffnung aus, die alle Feuerwehren gemein haben:

«Hoffen wir, dass das neue Fahrzeug möglichst wenig im Einsatz steht.»