Interview

«Wir gehen nicht im Streit auseinander»: Ralph Limoncelli legt sein Amt in der Kirchenvorsteherschaft der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus nieder

Nach nur einem Jahr in der Kirchenvorsteherschaft der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus hat Ralph Limoncelli per Ende Dezember seinen Rücktritt eingereicht. Er war Leiter des Ressorts Soziales.

Rahel Haag
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Die katholische Stadtkirche Frauenfeld: Die Kirchenvorsteherschaft der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus muss einen Nachfolger für Ralph Limoncelli suchen.

Die katholische Stadtkirche Frauenfeld: Die Kirchenvorsteherschaft der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus muss einen Nachfolger für Ralph Limoncelli suchen.

(Bild: Donato Caspari)

Weshalb haben Sie sich entschlossen, Ihr Amt in der Kirchenvorsteherschaft niederzulegen?

Ralph Limoncelli: Es gab innerhalb der Behörde unterschiedliche Vorstellungen, wie sich die katholische Kirchgemeinde entwickeln soll.

Ralph Limoncelli, ehemaliges Mitglied der Kirchenvorsteherschaft.

Ralph Limoncelli, ehemaliges Mitglied der Kirchenvorsteherschaft.

(Bild: PD)

Inwiefern?

Über Interna möchte ich nicht sprechen. In erster Linie hatten aber Präsident Thomas Harder und ich unterschiedliche Vorstellungen.

Thomas Harder ist ebenfalls erst seit einem Jahr Mitglied der Kirchenvorsteherschaft.

Ja, er ist relativ neu. Ich brachte ein recht breites Wissen mit, da ich Theologie studiert habe, dreieinhalb Jahre Präsident der Kirchgemeinde Arbon und anschliessend acht Jahre lang Mitglied des katholischen Kirchenrats Thurgau war. Nach diesem Jahr in der Kirchenvorsteherschaft der Kirchgemeinde FrauenfeldPlus habe ich beschlossen, Thomas Harder wirken zu lassen. Wir gehen nicht im Streit auseinander.

Dann bleiben Sie der katholischen Kirchgemeinde FrauenfeldPlus erhalten?

Definitiv, ich werde allerdings kein offizielles Amt mehr ausüben. Ich möchte ein aktives Mitglied bleiben, weil mir die Kirche nach wie vor am Herzen liegt.