Wiler Kantischüler helfen in Fischingen bei der Wartung des Reptilienpfades

Die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wil haben während einer Woche den Fischinger Verein Naturplus Fischingen unterstützt. Mit ihrem Einsatz haben sie Lebensräume für Reptilien und Amphibien geschaffen.

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Die Kantischülerinnen und -schüler konnten dem Einsatz für die Natur viel abgewinnen.

Die Kantischülerinnen und -schüler konnten dem Einsatz für die Natur viel abgewinnen.

Bild: PD

(red) Vor den Herbst­ferien tauschten Schülerinnen und Schüler von zwei Klassen der Kantonsschule Wil mit den Klassenlehrern Michael Bühler und Martina Büttiker die Schulbank gegen Pickel und Spaten ein. Die Jugendlichen gingen Niklaus Schnell, Präsident von ­Naturplus Fischingen, tatkräftig an die Hand. Unterstützt wurden sie von den Helfern Franz Arnold, Jörg Meier und Josef Holenstein.

Im Fokus des Einsatzes standen Amphibien und Reptilien. In Fischingen wurde der Reptilienpfad gewartet. Die Reptilienburgen für die wärmebedürftigen Kriechtiere wurden abgebaut, von Vegetation und Humus befreit und wiederaufgebaut.

Auch von den Sandplätzen, die den Zauneidechsen als Eiablageplätze dienen, musste der Pflanzenbewuchs entfernt werden. Im Frühsommer des laufenden Jahres wurde von Schulklassen entlang diesem Reptilienweg an zwei verschiedenen Orten junge Ringelnattern gesichtet und ein Eiablageplatz von Zauneidechsen mit zehn Eiern entdeckt.

Lehmtümpel für Unken saniert

Andernorts wurden im Zuge der Arbeiten Lehmtümpel saniert. Dafür musste zuerst allenfalls gejätet, der Rand mit Lehm ausgestrichen und anschliessend der gesamte Weiher mit Geröllsteinen ausgekleidet werden. Diese seichten Tümpel sollen als Laichgewässer für die Gelbbauchunken dienen, welche zu den stark gefährdeten Arten in der Schweiz gehören.

Dank unermüdlichem Einsatz von freiwilligen Helfern konnten die Unken mit dem gelbgemusterten Bauch in der Region Fischingen wieder vermehrt beobachtet werden. So stellt sich das Schaffen der jungen Menschen im Lehm als aussichtsreich dar, können dadurch doch die kleinen Tiere wieder den Ton angeben.