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Wiederaufbau nach dem Altstadtbrand in Steckborn kommt langsam ins Rollen

Dreieinhalb Jahre nach dem verheerenden Altstadtbrand klafft im Zentrum von Steckborn weiterhin eine grosse Lücke. Jetzt geht es aber bald vorwärts.
Samuel Koch
Die knapp 600 Quadratmeter grosse Baulücke in der Steckborner Altstadt ist weiterhin unübersehbar. (Bild: Reto Martin)

Die knapp 600 Quadratmeter grosse Baulücke in der Steckborner Altstadt ist weiterhin unübersehbar. (Bild: Reto Martin)

Neue Architekten, neues Glück: So lässt sich die Situation rund um den Wiederaufbau in der Altstadt von Steckborn hoffnungsvoll resümieren. Hinter den Kulissen ist in den dreieinhalb Jahren seit dem verheerenden Flammeninferno kurz vor Weihnachten 2015 viel gegangen. Hingegen für alle Unbeteiligten unübersehbar klafft an der Seestrasse selbst immer noch eine grosse Baulücke. Hinter den Absperrungen schiesst zwischen den Parzellen und Baucontainern mittlerweile meterhoch Wildwuchs in die Höhe.

Cornelia Bein, Architektin, Mitglied Stiftung Ortsbild und Vertreterin der Eigentümerschaft. (Bild: Reto Martin)

Cornelia Bein, Architektin, Mitglied Stiftung Ortsbild und Vertreterin der Eigentümerschaft. (Bild: Reto Martin)

Rund ein Jahr nach dem Brand präsentierte Steckborn aus 69 eingereichten Vorschlägen das Siegerprojekt «L’Aquilino» des Zürcher Architekten Sebastian T. Pater. Diese Zusammenarbeit stellte sich in der Retrospektive jedoch als schwierig heraus. Cornelia Bein, die als Architektin, Mitglied der Stiftung Ortsbild und Vertreterin der Eigentümerschaft das Projekt seit Beginn begleitete, meint:

«Es ist wie bei einer Ehe, nicht jede Konstellation kann funktionieren.»

Die Umsetzung kam ins Stocken, und selbst eine spätere Mediation fruchtete nicht. «Auch die drei Eigentümer mussten sich zusammenraufen und am gleichen Strick ziehen», meint Bein, die betonen will, dass bei dieser Verzögerung niemand die Schuld trage. Vor allem nicht Stadt und Kanton, die sich immer für eine baldmögliche Umsetzung einsetzten. Der Architekturwettbewerb sei richtig und wichtig gewesen, urteilt Bein: «Nur so konnten die Eigentümer aus 69 Projekten eines aussuchen.» Im Nachhinein sei man halt immer schlauer.

Architektenwechsel als Initialzündung

Vor kurzem nun hat zu dem brachliegenden Areal an der Seestrasse eine Aussprache mit Anwohnern stattgefunden. «Es ging darum, dass wir offen auf die Leute zugehen und kritische Fragen beantworten können», meint Bein. Nachdem das ursprüngliche Architekturbüro seine Urheberrechte verkaufte, sprang das Büro Ryf Partner Architekten aus Zürich ein, das seither den Wiederaufbau mit der Bauherrschaft namens «Triplex» vorantreibt.

Strafrechtlich vorbei

Kurz vor Weihnachten 2015 brannte es in der Altstadt von Steckborn lichterloh, 30 Menschen verloren ihr Dach über dem Kopf. Weil das Flammeninferno sechs denkmalgeschützte Häuser zerstörte, belief sich der Sachschaden auf 12 Millionen Franken. Den Brand ausgelöst hat ein Akku eines ferngesteuerten Modellautos. Im vergangenen August sprach das Bezirksgericht Frauenfeld das angeklagte Ehepaar vom Vorwurf der «fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst» frei. Keiner der 22 Privatkläger zog das Urteil weiter, weshalb der Freispruch seit diesem Januar rechtskräftig ist. (sko)

Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
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Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.
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Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.
Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
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Altstadtbrand Steckborn kurz vor Weihnachten 2015

«Das Projekt wird grundsätzlich einfacher», meint Cornelia Bein. Optisch gebe es aufgrund weniger Fenster ein anderes Gesicht. Und der ursprünglich ebenerdig geplante Arkadengang im Eckbau Seestrasse/Kirchgasse fällt weg, weil sich das vorgesehene Café als unrealistisch herausstellte. In zwei der drei Liegenschaften braucht es wegen der Behindertengerechtigkeit einen Lift. Zudem kommen laut Bein auf allen drei Parzellen, auf welchen altstadttypisch gebaut werden soll, vereinzelt gesetzliche Neuerungen bezüglich Brand- oder Lärmschutz zum Tragen.

Zeitplan ist gekoppelt an die Gebäudeversicherung

Cornelia Bein, aber auch die drei Eigentümer zeigen sich erleichtert, dass der Stein nun endlich ins Rollen kommt. «Einerseits sieht die Baulücke in der Altstadt nicht schön aus», meint sie. Andererseits würden die Eigentümer ohne Mietzins jeden Tag bares Geld verlieren.

Valérie Cottet, die das Projekt als Architektin bei Ryf Partner überarbeitet, will den Wiederaufbau der Altstadthäuser Steckborn nun möglichst rasch zur Baureife bringen. Sie meint:

«Wenn alles klappt, erfolgt im September die Baueingabe bei der Stadt.»

Das hofft auch Cornelia Bein, die ebenso wie Cottet bis dato noch nichts zu den möglichen Kosten sagen kann. Klar ist, dass die Zeit drängt, weil der Zeitplan eng an eine finanzielle Beteiligung der Thurgauer Gebäudeversicherung gebunden ist. Demnach sollte der Baustart bis Ende Jahr erfolgen und der Rohbau bis Ende 2020 zu stehen kommen.

Walter Baumgartner, Direktor der Gebäudeversicherung, gibt Entwarnung: «Die gesetzliche Frist von drei Jahren, die um zwei Jahre verlängert werden kann, darf nicht als absolut betrachtet werden.» Sobald verschiedene Instanzen involviert seien, könne es bis zur Baubewilligung halt länger dauern. «Mit Kulanz hat das nichts zu tun», betont Baumgartner. Die Entschädigung der Gebäudeversicherung richte sich nach den Versicherungswerten, die sich im Fall Wiederaufbau in der Steckborner Altstadt auf einige Millionen Franken belaufen.

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