Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wieder in den grünen Bereich: Die Grüne Partei Frauenfeld vor den Gemeinderatswahlen

Vor vier Jahren war die Grüne Partei bei den Gemeinderatswahlen in Frauenfeld die grosse Verliererin. Damals büssten die Grünen zwei ihrer vier Sitze ein. Diese wollen sie heuer mit Hilfe der Jungen Grünen zurückgewinnen.
Rahel Haag
Die Grünen im Grünen: 16 der insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten. (Bild: PD)

Die Grünen im Grünen: 16 der insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten. (Bild: PD)

Der Klimawandel ist aktuell ein omnipräsentes Thema. Schweizweit gehen Menschen auf die Strasse und beteiligen sich an den Klimastreiks. Passend dazu lautet ein Slogan der Grünen Frauenfeld: «Wähle dein Klima.» Und wie bei den Streiks stehen auch bei der Partei die Jungen im Zentrum. «Schliesslich sind vom Klimawandel vor allem die Jungen betroffen», sagt Parteipräsident Michael Pöll. «Sie müssen später unsere Fehler ausbaden.»

Fünf der insgesamt 20 Kandidaten, deren Namen auf der Liste 5 stehen, gehören den Jungen Grünen Thurgau an. Seit rund einem Jahr sind sie wieder aktiv.

«Wir wollen Vorbild sein sowie neue Ideen und Ansichten einbringen»

sagt Yael Langenegger. Die 19-jährige Studentin ist die jüngste Kandidatin, die sich für die Partei zur Wahl für den Gemeinderat stellt. Auf ihr Alter angesprochen sagt sie selbstbewusst: «Ich weiss, was ich will.» Bereits in der Kanti habe sie sich zwei Jahre lang im Schülerrat engagiert. «Lebenserfahrung ist nicht alles.»

Das Engagement der Jungen Grünen bezeichnet Pöll als Glücksfall. «Sie sind mutiger und frecher.» Und die Zusammenarbeit sei inspirierend. Langenegger studiert in Zürich Tiermedizin und sie will handeln, wie sie sagt. Ihre Themen: Tier- und Umweltschutz. «In puncto Klimawandel ist es zu spät, wenn wir erst in zehn Jahren etwas tun.»

Den Klimawandel auf lokaler Ebene angehen

Zu hoffen, dass die Partei bei den Wahlen von der aktuellen Diskussion rund ums Klima profitieren kann, hält Pöll aber für wenig opportun. Dennoch:

«Wenn mehr Grüne gewählt werden, ist das ein Zeichen, dass die Leute etwas ändern wollen.»

Das erklärte Ziel der Partei ist es, den Klimawandel auf lokaler Ebene anzugehen. Die Schwerpunkte legt die Partei auf die Themen Mobilität, Bauen und Ernährung. Was Ersteres betrifft, wolle man in der Stadt Velofahrer und Fussgänger fördern. «Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass wir gegen den Tunnel sind», sagt Pöll und lächelt.

Liste 5 – GP: Zehn Frauen, zehn Männer, im Schnitt 43 Jahre alt

Roman Fischer, bisher (1975, Informatik-Ingenieur HTL, Leiter IT+Q-Systeme); Michael Pöll, bisher (1965, Dipl. Maschineningenieur ETH, Bauökologe); Priska Brenner-Braun (1962, Sozialarbeiterin FH, Berufsbeiständin); Simon Vogel (1993, Elektroingenieur ZFH, Junge Grüne Thurgau); Yael Langenegger (2000, Studentin Tiermedizin, Junge Grüne Thurgau); Raphael Zingg (1991, Elektroingenieur ZFH, Junge Grüne Thurgau); Sonja Winkler (1968, Personalfachfrau FH); Eva Engeli (1965, Schulleiterin); Fiorenzo Hess (1969, Primarlehrer); Fabia Freienmuth (1977, Lernbegleiterin); Tobias Bachmann (1974, Landschaftsgärtner); Gabriela Rufer (1974, Primarlehrerin); Klemens Bont (1977, Holzbauplaner, Zimmermann); Christine Schneider (1962, Psychologin, Heimleitung SPLIS); Stefan Oskar Wyss (1959, Telematiker); Sarah Michel (1998, angehende Studentin Germanistik, Junge Grüne Thurgau); Manuela Holzer (1974, Unternehmerin, Kleintierbetreuerin); Marcel Bangerter (1963, Unternehmer, Umsetzungsberater, Coach); Angelo Filisetti (1955, Lokführer); Sarah Lüthold (1998, Studentin Rechtswissenschaften, Junge Grüne Thurgau). (red)

Seit 1987 sind die Grünen im Frauenfelder Gemeinderat vertreten. Bei den Wahlen vor vier Jahren erlebte die Partei jedoch einen herben Rückschlag. Damals verlor sie zwei ihrer vier Sitze. «Damals waren wir wohl zu wenig spürbar», sagt Pöll.

Das sei heute anders, die Partei trete häufiger in Erscheinung. Als Beispiele nennt er die Petition gegen eine oberirdische Stadtentlastung, das öffentliche Stadtratshearing, welches die Partei im Dezember veranstaltete, und die Motion für ein zeitgemässes Parkplatzreglement. «Ich bin überzeugt, das nützt.» Was den Endspurt in Sachen Wahlkampf betrifft, hält er sich aber bedeckt. Nur so viel: «Man wird noch von uns hören.»

Das Ziel für den 31. März ist indes klar: Die Grünen wollen die beiden verlorenen Sitze zurückerobern. Ginge es nach Pöll, würden für die Partei zwei Junge und zwei Ältere im Gemeinderat Einsitz nehmen. Zudem sollten es zwei Männer und zwei Frauen sein. Ein Blick auf ihre Liste zeigt, dass die Geschlechter auch dort ausgeglichen vertreten sind. «Das war unser Ziel.» So stellen sich nun zehn Frauen und ebenso viele Männer zur Wahl. Auf der Liste stehen auch die beiden bisherigen Gemeinderäte Roman Fischer und Michael Pöll.

Autonome Strukturen in den Quartieren stärken

Eine Vision der Grünen ist es, die Frauenfelder Quartiere zu stärken. Als Beispiel nennt Pöll den Volg im Quartier Huben.

«Fördert man die autonomen Strukturen, müssen die Leute nicht mehr ins Auto steigen, um einzukaufen.»

Dadurch gäbe es weniger Verkehr und mehr Lebensqualität für die Frauenfelder Bevölkerung. «Wir Jungen setzen uns für die kommenden Generationen ein», sagt Yael Langenegger, «für eine ökologischere, sozialere und gerechtere Welt.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.