Wie tschutten, halt einfach mit dem Velo: Radballer kämpfen in Frauenfeld um Tor und Sieg.

Das 60. internationale Neujahrsradballturnier in Frauenfeld am Wochenende läutete das Sportjahr 2020 ein.

Florian Beer
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Der Ball fliegt Richtung Goal.

Der Ball fliegt Richtung Goal.

Bild: Florian Beer

Was Lionel Messi und Cristiano Ronaldo mit dem Fuss können, beherrschen die Sportler in der Rüegerholzhalle in Frauenfeld mit dem Rad. An der 60. Ausgabe des internationalen Neujahrsradballturniers traten 43 Teams aus vier Nationen (Schweiz, Deutschland, Österreich und Tschechien) an und lieferten den Besucherinnen und Besuchern ein erstes sportliches Highlight im Jahr 2020.

«Dieser weit über die Region bekannte Anlass erfreut sich bei Zuschauern und Sportlern einer grossen Beliebtheit und ist aus dem Kalender kaum mehr wegzudenken», schreibt OK-Präsident Robert Bureš in seiner Willkommensbotschaft. Auf zwei Spielfeldern in der Halle standen sich jeweils zwei Radballer pro Team gegenüber.

Mit frisch gepumpten Reifen und angezogenen Schrauben

Der Pfiff des Schiedsrichters signalisierte den Start der Partie und das Spiel begann. Mit geschickten Bewegungen mit dem Lenker wurde der Ball sicher kontrolliert, gegen den Gegner abgeschirmt und dem Mitspieler zugespielt. Mit schnellen Vorstössen versuchten die Sportler, in die Richtung des gegnerischen Tores zu gelangen. Ein strammer Schuss von der rechten Seite in die linke untere Ecke... und Tor! Nach drei Minuten wurde zur Halbzeit gepfiffen. Mit frisch gepumpten Reifen und angezogenen Schrauben ging es die zweite Hälfte.

Treffpunkt der internationalen Elite

Besonders brisant wurde es auf dem Spielfeld bei einem Eckball. Mit vereinten Kräften versuchte das verteidigende Team, ein Tor zu verhindern. Ob Hand, Kopf, Rad oder das Velo selber, es wurde alles in den Weg des Balles und Gegners gestellt. Nach insgesamt sechs respektive fünf oder sieben Minuten, je nach Kategorie, war die Partie jeweils beendet und zwei neue Teams machten sich bereit.

Während am Samstag die 1. und 3. Liga sowie NLA und NLB spielten, fand am Sonntag das Weltklasse-Turnier statt, bei dem die Elite aufeinandertraf. So auch die Schweizer Meister des vergangenen Jahres, Severin und Benjamin Waibel, die im letzten Jahr an der Europameisterschaft zudem die Bronzemedaille gewannen.

Hinweis:
Weitere Infos und Resultate unter frauenfelder-radballer.ch