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Wie Alice im Wunderland fühlt sich
der Homburger Gemeindepräsident

Schon zehn Jahre in Folge weist die Gemeinde Überschüsse aus. Weniger froh ist der Gemeinderat dagegen über Eltern, die das Fahrverbot bei der Schule Gündelhart missachten, wie sich an der Gemeindeversammlung zeigte.
Margrith Pfister-Kübler
Gemeindepräsident Thomas Wiget hat ein Luxusproblem. (Bilder: Margrith Pfister-Kübler)

Gemeindepräsident Thomas Wiget hat ein Luxusproblem. (Bilder: Margrith Pfister-Kübler)

Exakt 63 Handschläge – so viele waren es, bis Gemeindepräsident Thomas Wiget alle Teilnehmer an der Rechnungsversammlung am Donnerstagabend persönlich begrüsst hatte. Von den 1109 Stimmberechtigen fanden 63 Stimmberechtigte den Weg in die Mehrzweckhalle in Unterhörstetten, 5,7 Prozent.

«Wir haben ein Luxusproblem. Mirakulös. Ich habe mich gefühlt wie Alice im Wunderland» sagte Präsident Wiget und strahlte beim Thema Gemeindefinanzen. Obwohl die Behörde stets darum bemüht sei, ein ausgeglichenes Budget hinzukriegen, resultiere seit mehr als zehn Jahren regelmässig Überschüsse. «Vergangenes Jahr war es mit 1,5 Millionen Franken der höchste Überschuss überhaupt.»

«Grundstückgewinnsteuern, dazu erfreuliche Einzelergebnisse – auch von Firmen», nannte Wiget als sprudelnde Quellen. So nahm die Gemeinde rund 140000 Franken mehr Grundstückgewinnsteuern ein als budgetiert. Im Hinblick auf eine mögliche Steuersenkung meinte Wiget: «Da liegt durchaus Potenzial drin.» Erfreulich sei auch, dass die Sozialkosten in Homburg unter dem Durchschnitt lägen. Die Gemeinde sei beliebt, jüngere Leute mit guten Einkommen zögen hierher.

Säumige Steuerzahler verderben die Stimmung

Kummer bereiten einzig die Steuerrückstände. Aktuell sind dies total 1,716 Millionen Franken, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. «Das ist zum Kotzen», sagte Wiget. Beim Gemeindeanteil für individuelle Prämienverbilligungen fürs 2017 waren die Beträge höher als budgetiert: Statt 122000 waren es 166504 Franken. Zur Rechnung gab es keine Diskussionen. Dafür dickes Lob seitens der Rechnungsprüfungskommission an Finanzverwalterin Petra Tschanz. Einstimmig wurde die Rechnung 2017 genehmigt. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschlagen. Wiget berichtete, dass bei der Schulwegsicherung Baustelle Gündelhart das Fahrverbot selbst von Eltern missachtet werden, die früher nach Sicherheit riefen. Bei Geschwindigkeitsmessungen in Reckenwil wurden in den frühen Morgenstunden und über Mittag einheimische Schnellfahrer registriert. Auf gutem Weg sei die Breitband-Erschliessung; das Ende der «virtuellen Diaspora» ist für 2019 angesagt.

Nachfolgerin steht bereit

Isabelle von Arx, Kandidatin.

Isabelle von Arx, Kandidatin.

Isabelle von Arx stellt sich zur Wahl als Nachfolgerin der Homburger Gemeinderätin Clara Andrés, Ressort Volkswirtschaft, die ihren Rücktritt eingereicht hat. Die Ersatzwahl findet am 10. Juni statt, zusammen mit den Eidgenössischen Abstimmungen. Die 40-jährige von Arx stellte sich den Stimmbürgern. Sie wohnt mit ihrer Familie in Hinterhomburg, Sie ist Mutter von zwei Kindern. Aufgewachsen sei sie in Wil in einer grossen Patchworkfamilie. Als gelernte Hauspflegerin arbeitete sie bei der Spitex. Sie erweiterte ihre Ausbildung und erlernte den Beruf einer Podologin. In Frauenfeld hat sie eine Fusspflegepraxis. «Ich möchte aktiv etwas für die Gemeinde Homburg beitragen», erklärte sie ihre Kandidatur.

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