WERTSCHÄTZUNG
Ein floraler Frühlingsgruss mit persönlicher Note für Warth-Weiningens Senioren

Als Zeichen der Aufmerksamkeit: Drei Vorstandsmitglieder der evangelischen Kirchgemeinde Warth-Weiningen verteilten diese Woche Primeli mit selbstgestrickten Topfüberziehern an die Ü65-Kirchbürger im Dorf.

Evi Biedermann
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Judith Berliat, Heidi Sauder und Anna Nobs, Vorstandsfrauen der evangelischen Kirchgemeinde Warth-Weiningen, mit den blumigen Geschenken.

Judith Berliat, Heidi Sauder und Anna Nobs, Vorstandsfrauen der evangelischen Kirchgemeinde Warth-Weiningen, mit den blumigen Geschenken.

Bild: Evi Biedermann

Es sind keine gewöhnlichen Primeli, sondern solche mit bunten und farbenfrohen Kleidchen. Die Blumen wurden diese Woche in Warth-Weiningen in die evangelischen Haushalte mit Über-65-Jährigen verteilt. Geplant waren eigentlich nur die Blumen als kleiner Frühlingsgruss der Kirchgemeinde, doch als die Primeli dann in ihren zweckmässigen Töpfchen zum Ausliefern bereit standen, war den Vorstandsfrauen der Kirchgemeinde, Judith Berliat, Heidi Sauder, Anna Nobs und Susi Zünd, schnell klar:

«Da fehlt etwas.»

So strickten sie im Eiltempo aus Wollresten ihrer Handarbeitskisten rund hundert schmucke Überzüge. Dieses kleine, aber wichtige Detail gebe nun der Botschaft, die sie vermitteln wollten, mehr Nachdruck, sagt Kirchenpflegerin Heidi Sauder. «Die Aktion ist ein Zeichen der Aufmerksamkeit gegenüber unseren Senioren und der Verbundenheit mit ihrer Kirche.» Denn für diese sei im kirchlichen Umfeld alles weggebrochen: Seniorenanlässe, Seniorenferien, Mittagstisch. Und damit auch der Austausch untereinander. Einzig der sonntägliche Gottesdienstbesuch ist noch möglich. Aber auch da fehlt der anschliessende Austausch, etwa beim Chilekafi.

«Zudem bleiben gerade ältere Menschen wegen Corona lieber zu Hause.»

Das sagt Judith Berliat, Verantwortliche für das Ressort Senioren. Deshalb legten die Vorstandsfrauen Wert darauf, den Senioren die Blumentöpfchen persönlich zu überbringen – unangemeldet. Wie sich aber schnell herausstellte, waren sie und ein weiterer Glücksbringer nicht unerwünscht. Es sei in den meisten Fällen nicht bei der blossen Übergabe geblieben. «Es haben sich viele schöne und auch längere Gespräche ergeben», zieht Heidi Sauder Bilanz.