Der Berlinger Künstler Werner Petraschke lädt mit seiner Kunst zum Träumen ein

Der Künstler Werner Petraschke lässt sich vom Untersee inspirieren und stellt seine aktuellen Bilder in der Venenklinik Bellevue in Kreuzlingen aus. Kürzlich eröffnete er mit seiner Vernissage die Ausstellung «Inspiration Kunst».

Laura Sachers
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Künstler Werner Petraschke an seiner Vernissage «Inspiration Kunst» (Bild: Reto Martin)

Künstler Werner Petraschke an seiner Vernissage «Inspiration Kunst» (Bild: Reto Martin)

Die Räume der Venenklinik Bellevue in Kreuzlingen leuchten in allen Farben. Der Grund dafür ist die Ausstellung «Inspiration Kunst» des Künstlers Werner Petraschke. Gemeinsam mit seiner Frau lebt er in Berlingen. Er sagt: 

«Das ist der Ort meiner Inspiration.»

Nebst seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler ist Petraschke Kunst- und Kulturlehrer an der Berufsschule Weinfelden. Er studierte bildende Künste in Basel und arbeitete danach als Farbberater für unterschiedliche Architekturprojekte.

Das Atelier, welches gleichzeitig sein Zuhause ist, platzt aus allen Nähten. Unzählige klein- und grossformatige Bilder lagern dort. Weitere hängen in öffentlichen Gebäuden und privaten Räumen. Aus diesem Schaffen heraus präsentiert Werner Petraschke seit vergangenem Freitag seine Ausstellung «Inspiration Kunst».

Der Anlass ist weniger eine klassische Vernissage, sondern viel mehr die Forderung, mit den Kunstwerken von Petraschke in einen Dialog zu treten. Die zahlreichen Gäste, vor allem Freunde und ehemalige Schüler des Künstlers, drängen sich in den Raum im obersten Stock der Venenklinik in Kreuzlingen.

Mit Kunst in einen Dialog treten

Die Veranstaltung beginnt mit einer Rede von Tamara Schmid, Mitorganisatorin der Ausstellung. «Ziel ist es, selbst ein Teil dieser Kunst zu werden. In einen Dialog mit dem Bild zu treten, das nennt man die Wahrnehmungskunst. Die Bilder laden zum Träumen und wieder Aufwachen ein», sagt Schmid über Petraschkes Werke. Der Künstler selbst tritt nicht ans Rednerpult. Er zieht es vor, mit den Besuchern persönlich zu sprechen. Der Mittelpunkt seiner Kunst sei die Natur. Werner Petraschke sagt:

«Mein Zuhause in Berlingen bietet mir dafür die besten Voraussetzungen. Vor allem das Wasser, der Untersee, inspiriert mich.»
Werner Petraschke und zwei seiner Kunstwerke (Bild: Reto Martin)

Werner Petraschke und zwei seiner Kunstwerke (Bild: Reto Martin)

Nebst seiner sichtbaren Inspiration arbeitet der Künstler mit seinen Emotionen und Gefühlen. Dies nennt er seine «Seelenlandschaft». Sein Ziel sei es, dass man seine Gefühlslage beim Betrachten der einzelnen Bilder nachempfinden könne. «Wie Petraschke etwas aufnimmt, hängt mit Erlebnissen aus seiner Kindheit zusammen. Er war viel in der Natur. Am liebsten war er im Wald, dort fühlte er sich behütet», sagt Schmid. In goldener Farbe sind auf vereinzelten Bildern Umrisse von Engeln und anderen Wesen zu sehen. Auch Sterne schmücken seine Bilder.

Die Bilder sind voller Leben

Petraschkes Kunst ist sinnlich, beruhigend und regt zum Nachdenken an. Er nennt seine Kunst «spirituellen Expressionismus». Die Bilder sind voller Leben. Nicht nur durch die Farbgebung, sondern auch durch die raue Struktur der Oberfläche. Diese erzeugt Petraschke mit Sand, Zeitung oder anderen Materialien. Er selbst sagt: «Schön ist, was wahr ist.» Die Aussage lässt viel Raum für Interpretationen, was auch das Ziel seiner Ausstellung sei.

Die Ausstellung «Inspiration Kunst» in der Venenklinik Bellevue in Kreuzlingen dauert noch bis am 29. Juni 2020. Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Freitag von 8 bis 17 Uhr. Die Kunstausstellung befindet sich in den oberen Stockwerken.

Das Auge macht das Bild

BERLINGEN. Der Berlinger Kunstmaler Werner Petraschke stellt noch bis Anfang Januar in Stein am Rhein aus. Seine Bilder seien «spiritueller Expressionismus», sagt der Künstler über sein Schaffen.
Ernst Hunkeler