«Wenn man nichts trifft, trifft man immer noch Kollegen»: Gründungsmitglied Hans Hollenstein übergibt sein Amt als Präsident des Pistolenclubs Sirnach

Die Mitglieder des Pistolenclubs Sirnach haben sich zum Absenden getroffen und Hans Hollenstein als neuen Ehrenpräsidenten geehrt.

Rahel Haag
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Ehrenpräsident Hans Hollenstein mit dem Präsidenten Andreas Niederer. (Bilder: Rahel Haag)

Ehrenpräsident Hans Hollenstein mit dem Präsidenten Andreas Niederer. (Bilder: Rahel Haag)

Sirnach Noch weiss er nicht, was ihn an diesem Abend erwartet. Im März war Hans Hollenstein als Präsident des Pistolenclubs Sirnach zurückgetreten und von der Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten ernannt worden. Nach 13 Jahren im Amt. «Mit 70 muss man einem Jüngeren Platz machen», sagt er.

So führt am Freitag sein Nachfolger Andreas Niederer durch den Abend. Mit dem Absenden endet für die 25 Mitglieder die Saison. Am erfolgreichsten ist das vergangene Jahr für Dragan Diljkan verlaufen. Er belegt in der Jahresmeisterschaft, an der insgesamt 13 Schützen teilgenommen hatten, mit 2149 Punkten den ersten Platz, gefolgt von Daniel Kopp mit 2121 und Regina Diggelmann mit 2108 Punkten.

Auch im Jux-Stich, der der Abstimmung zur Umsetzung der EU-Waffenrichtlinien im Schweizer Waffenrecht gewidmet war, hat Diljkan die Nase vorn. Die Tradition verlangt, dass der Gewinner die Jux-Scheibe im kommenden Jahr gestaltet. Unter welchem Motto diese stehen soll, kann Diljkan noch nicht sagen, «aber es wird sicher ein Thema sein, das uns Schützen betrifft».

Die Gewinner der Jahresmeisterschaft: Regina Diggelmann (Platz 3), Daniel Kopp (Platz 2) und Dragan Diljkan (Platz 1).

Die Gewinner der Jahresmeisterschaft: Regina Diggelmann (Platz 3), Daniel Kopp (Platz 2) und Dragan Diljkan (Platz 1).

Seit 1980 im Vorstand

Dann ist Hans Hollensteins Moment gekommen: Er wird für seine Verdienste geehrt. 1980 hatte er mit weiteren Schützen den Pistolenclub Sirnach gegründet und war seither ein Mitglied des Vorstands. Doch auch nach seiner Zeit als Präsident wird er dem Verein erhalten bleiben. So sagt Hollenstein lachend:

«Solange ich noch einen Möbelwagen treffe, mache ich weiter.»

Es sei schon so, dass die Treffsicherheit mit dem Alter nachlasse. Doch für ihn stehe ohnehin die Kameradschaft im Vordergrund. Ganz nach dem Motto: «Wenn man beim Schiessen nichts trifft, trifft man immer noch Kollegen.»

Seine Ehefrau Monika, die ihn ans Absenden begleitet, konnte er in all der Zeit aber nie für den Schiesssport begeistern. Doch er sei ihr dankbar, dass sie ihn immer unterstützt habe. «Und das, obwohl sie oft auf mich verzichten musste, wenn ich wegen des Schiessens wieder einmal unterwegs war.»

Die vollständigen Resultate sind unter www.pc-sirnach.ch zu finden.