Weniger ist gleich viel: Weil der Kanton Thurgau seine Fördergelder erhöht, gibt es weniger Geld von der Stadt Frauenfeld

Der Frauenfelder Stadtrat kürzt die Fördergelder im Bereich Gebäudehüllensanierungen. Dafür gibt es vom Kanton mehr Geld.

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Sanierungsarbeiten am Schulhaus Auen in Frauenfeld vor zwei Jahren.

Sanierungsarbeiten am Schulhaus Auen in Frauenfeld vor zwei Jahren.

(Bild: Andrea Stalder)

(red) Der Energiefonds der Stadt Frauenfeld wird jährlich mit einer Million Franken geäufnet. Die Hälfte davon steht für Projekte Dritter zur Förderung von Gebäudehüllensanierungen, thermischen Sonnenkollektor-Anlagen und Solarstromanlagen zur Verfügung. Auch der Kanton verfügt über ein entsprechendes Förderprogramm. Die finanziellen Beiträge der Stadt ergänzen jene des Kantons.

Per 1. Januar diesen Jahres hat der Kanton sein Förderprogramm angepasst. Unter anderem wurden die Beiträge für Gebäudehüllensanierungen im Schnitt um rund 25 Prozent erhöht. Bisher wurden die Förderbeiträge des Kantons jeweils mit Geldern aus dem städtischen Energiefonds um 50 Prozent erhöht.

Unterdeckung des Energiefonds soll verhindert werden

Somit wirkt sich die Erhöhung der Fördergelder des Kantons auch direkt auf den städtischen Energiefonds aus. Um eine Unterdeckung dieses Fonds zu verhindern, müssen die Beiträge für Gebäudehüllensanierungen nun gekürzt werden.

Neu erhalten Gesuchsteller zu den Beiträgen des Kantons weitere 30 Prozent aus dem städtischen Energiefonds. Gesamthaft werden die Beiträge daher in etwa gleich hoch sein, wie bisher. Diese Änderung gilt ab dem 1. Februar. Massgebend wird das Datum des Gesucheingangs sein.

900 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr

Gemäss der kantonalen Abteilung Energie konnten mit Unterstützung aus dem kantonalen und städtischen Förderprogramm «Energie», beziehungsweise dem Energiefonds, im Jahr 2018 rund 575000 Liter Erdöläquivalent in Frauenfeld eingespart werden. Dies ergibt eine Reduktion der CO2-Emissionen von rund 900 Tonnen pro Jahr.