Weniger Bauland, keine Deponie und Gewinn bei der Rechnung: das war die Versammlung der Politischen Gemeinde Wäldi

An der Versammlung der Politischen Gemeinde Wäldi stimmten am Freitag die Bürger über die Rechnung und die Ortsplanung ab. Die Abstimmung über die umstrittene Deponie Sandeggere war jedoch vom Tisch. Dazu hätte auch die Gemeinde Raperswilen Ja sagen müssen. Diese versenkten die Deponie aber bereits am Donnerstag an ihrer Versammlung.

Manuela Olgiati
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Das Gelände zwischen Helsighausen und Hattenhausen auf dem die Deponie Sandeggere geplant war. Diese kommt nun nicht zustande

Das Gelände zwischen Helsighausen und Hattenhausen auf dem die Deponie Sandeggere geplant war. Diese kommt nun nicht zustande

Bild: Donato Caspari (Helsighausen, 12. März 2020)

«Das Traktandum Teilzonenplan und Baureglementsänderung ‹Deponie Sandeggere› wird in Wäldi nicht behandelt», sagt Gemeindepräsident Adrian König. Grund dafür ist, dass die Gemeinde Raperswilen an ihrer Versammlung vom Donnerstag die Änderung des Rahmennutzungsplanes abgelehnt hat.

Es hätte die Zustimmung von Raperswilen und Wäldi gebraucht. Denn die Deponie wäre an der Kantonsstrasse auf den beiden Gemeindegebieten zu stehen gekommen. Bereits im Vorfeld hatte sich Widerstand gegen das Projekt abgezeichnet. Beanstandet von den Stimmberechtigten von Raperswilen wurden vor allem die Häufigkeit und schwere Zugänglichkeit mit Lastwagen auf der Kantonsstrasse.

Adrian König, Gemeindepräsident Wäldi.

Adrian König, Gemeindepräsident Wäldi.

Bild: Manuela Olgiati

Kurze Diskussion über die Ortsplanung

Kurz ist die Diskussion mit Verständnisfragen zur Revision der Ortsplanung, die Christoph Brugger vom Bhateam beantwortet. Gemäss König gingen nach der öffentlichen Auflage zwei Einsprachen ein. Die Ortsplanung weist auf eine haushälterische Bodennutzung hin. Der Zonenplan, das Baureglement sowie der kommunale Richtplan der Politischen Gemeinde Wäldi wurden im Jahre 1997 erstellt. Diese in einer Teilrevision 2008 letztmals gesamthaft überarbeitet. Die Ortsplanungsrevision gilt für die nächsten 10 bis 15 Jahre.

In der Kulturlandschaft der Gemeinde Wäldi geht es auch um innere Verdichtung. Mit diesen Anpassungen wird die Bauzone um fast 3000 Quadratmeter reduziert. Diese gilt es, optimiert zu nutzen.

Golfplatz gehört neu zur Dorfzone

«Der Werkhof in Hefenhausen soll als Zone für öffentliche Bauten und Anlagen genutzt werden», sagt König. Bereinigt werden musste die Zone bei der Kirche, der Friedhof wird der Bauzone zugewiesen. In Lipperswil ist die Golfplatzzone neu Dorfzone. Mit einer Gestaltungsplanpflicht wird die landschaftliche Umgebung auf eine weitere Bebauung abgestimmt.

Die Ortsplanungsrevision mit dem neuen Zonenplan und dem neuen Bauregelement heissen die Stimmbürger in einer geheimen Abstimmung mit 113 Ja-Stimmen und 39 Nein gut.

Für die Netzsanierung Hoi-Hattenhausen bewilligen die Stimmbürger einen Kredit über 235000 Franken. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten des Kantons an der Strasse Helsighausen bis Hattenhausen wird gleichzeitig der Leitungsbau der Wasserversorgung im Hoi – Hattenhausen vorgenommen.

Rechnung 2019 mit Gewinn

Bei einem Aufwand von 3814 Millionen Franken und einem Ertrag von 3935 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2019 der Politischen Gemeinde Wäldi mit einem Gewinn von 121 034 Franken ab. Der Grund für das gute Ergebnis liegt bei den höhere Netto-Gemeindesteuereinnahmen und bei den Grundstückgewinnsteuereinnahmen. Der erzielte Gewinn wird dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die Steuerkraft beträgt 2066 Franken, im Vorjahr waren es noch 2134 Franken. (mao)

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