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Weniger Bad, mehr Physio im Frauenfelder Alterszentrum Park

Das Alterszentrum Park will eine Million Franken in Therapieräume investieren. Das letzte Wort hat der Frauenfelder Gemeinderat.
Stefan Hilzinger
AZP-Leiter Bernhard Liepelt im Therapiebad, das Abnützungserscheinung zeigt. (Bild: Andrea Stalder)

AZP-Leiter Bernhard Liepelt im Therapiebad, das Abnützungserscheinung zeigt. (Bild: Andrea Stalder)

Man sieht dem Therapiebad an, dass es in die Jahre gekommen ist. Die Abdeckfolie ist voller Kalkflecken, und da und dort das Plastik eingerissen. Doch Ende dieses Jahres ist im Haus Ergaten des Frauenfelder Alterszentrums Park (AZP) ohnehin Schluss mit Aquafit oder Wassergymnastik. Das Bad aus dem Jahr 1993 wird geschlossen.
Das AZP will den Platz für Umbau und Erweiterung der Physiotherapiepraxis nutzen.

Vor kurzem hat der Stadtrat eine Baubotschaft zuhanden des Gemeinderates verabschiedet. Sanierung und Umbau sollen 965'000 Franken kosten.

Sanierung des Bades ist zu teuer

Die Gründe für Schliessung und Umnutzung des Bades liefern einmal der schlechte Zustand der Anlage und die jährlichen Defizite. Laut Botschaft würde eine Sanierung des Bades rund 1,4 Millionen Franken kosten. Dies habe eine Analyse der Winterthurer Firma Beck Schwimmbadbau AG ergeben. Nach einer Sanierung würden die jährlichen Kosten steigen. Doch bereits jetzt sei der Betrieb des Bades defizitär. Laut Botschaft stehen dem Aufwand von 63'000 Franken, Einnahmen von 31'000 Franken gegenüber (2018). Das Defizit von 32'000 geht zu Lasten der Rechnung des Alterszentrums.

Räumliche Verhältnisse «nicht mehr zumutbar»

Das zweite wichtige Argument für das Bauvorhaben liefert laut Botschaft die geänderten Bedürfnisse der Physiotherapie. Das bestätigt AZP-Leiter Bernhard Liepelt bei einem Augenschein. «Es fehlt an Privatsphäre», sagt Liepelt. In der Botschaft heisst es dazu: «Die Behandlungsräume sind nur durch Vorhänge vom Empfangsraum getrennt. Eintretende Besucher können die Gespräche zwischen Therapeuten und Patienten mitverfolgen.» Und weiter:

«Die räumlichen Verhältnisse sind nicht mehr zumutbar.»

Nach dem Umbau soll der Empfangsbereich grosszügiger und gesamthaft einladender werden, und vor allem gibt es künftig drei abgetrennte Behandlungsräume für die Physiotherapie. Über das acht mal fünf Meter grosse Becken kommt ein Deckel. Die gewonnene Fläche wird künftig für Bewegungstherapie genutzt.

Neuer Mietvertrag mit «Physiotherapie im Park»

Derzeit ist die Praxis «Physiotherapie im Park» im Haus Ergaten eingemietet. Das soll auch in Zukunft so sein, obwohl der Mietvertrag im Hinblick auf die Bauarbeiten vorsorglich gekündigt wurde. Es soll ein neuer Mietvertrag ausgehandelt werden, der einen Teil der Mehrkosten nach dem Um- und Ausbau auf die Mieter überträgt. Die vermietbare Fläche ist grösser als heute. Den Umbau finanziert das AZP. Steuergelder werden laut Botschaft keine verwendet. Während der Bauzeit zügelt die Physiotherapiepraxis ins benachbarte Haus Sapone.

Gemäss Botschaft soll der Umbau am 1. Januar 2020 beginnen und bis etwa Ende Mai 2020 dauern. Demnach dürfte das Geschäft noch in diesem Jahr im Gemeinderat zur Sprache kommen.

Hinweis
Die Botschaft kann auf der Website der Stadt Frauenfeld www.frauenfeld.ch «Botschaften an den Gemeinderat seit 2007» eingesehen werden.

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