Zu viele fahren zu schnell: Wängemer Gemeinderat muss Schwellen in Rosentaler 30er-Zone installieren

Strassenschwellen sollen im Rosentaler Rosenbergquartier Tempo 30 durchsetzen.

Olaf Kühne
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Laut Messungen genügt die Tempo-30-Tafel nicht, um den Verkehr auf der Rosenbergstrasse einzubremsen.

Laut Messungen genügt die Tempo-30-Tafel nicht, um den Verkehr auf der Rosenbergstrasse einzubremsen.

Bild: Olaf Kühne

Berliner Kissen gehören nicht gerade zu den beliebtesten Verkehrsberuhigungsmassnahmen. Die üblicherweise sanft abgerundeten Strassenschwellen werden meist zur Durchsetzung von Tempo 30 auf Quartierstrassen verbaut, stossen jedoch insbesondere bei Lenkern tiefergelegter Autos auf wenig Gegenliebe.

«Wir sind dazu verpflichtet.»
Thomas GoldingerGemeindepräsident Wängi

Thomas Goldinger
Gemeindepräsident Wängi

(Bild: Olaf Kühne)

Wenig begeistert von den zwölf Zentimeter hohen Schwellen ist auch der Wängemer Gemeinderat. Dennoch legt die Behörde derzeit das Strassenprojekt «Erstellung Berliner Kissen an der Rosenbergstrasse» auf. «Wir sind dazu verpflichtet», sagt Gemeindepräsident Thomas Goldinger auf Anfrage unserer Zeitung. Weil die Disziplin in Tempo-30-Zonen so oder so zu überprüfen sei, und der Gemeinderat Hinweise von Anwohnern erhalten habe, dass auf der Rosenbergstrasse in Rosental zu schnell gefahren würde, beauftragte die Behörde ein Ingenieurbüro mit verdeckten Messungen.

Finanziert über laufenden Strassenunterhalt

«Massgebend bei den Resultaten solcher Messungen ist die sogenannte V85», erklärt Goldinger. Sprich, würden 85 Prozent der Vorbeifahrenden mit einer Geschwindigkeit unter 38 Stundenkilometern gemessen, seien keine baulichen Massnahmen erforderlich. Nur ergab die Erhebung im Rosentaler Einfamilienhausquartier ein V85 von 41 Stundenkilometern. Zu viel, um nichts zu tun. «Wir haben es in der Vergangenheit bereits mit Farbmarkierungen versucht, was leider nicht gefruchtet hat.»

«Mit den Berliner Kissen haben wir uns für eine mittelsanfte Massnahme entschieden», sagt Thomas Goldinger weiter. «Und für eine, die wir, wenn keine Einsprachen eingehen, noch in diesem Jahr kostengünstig umsetzen können.» Der Wängemer Gemeindepräsident rechnet mit einem vierstelligen Betrag, welchen die Gemeinde im laufenden Strassenunterhalt unterbringen könnte.

Das Projekt liegt noch bis am 10. Februar im Bauamt der Wängemer Gemeindeverwaltung öffentlich auf.