Im Thurgau gilt weiterhin ein totales Feuerverbot

Eine Änderung der Grosswetterlage in den nächsten zwei, drei Wochen ist nicht in Sicht. Das absolute Feuerverbot gilt weiterhin. Der Pegel am Untersee hat den extremen Tiefstand von 2003 erreicht.

Thomas Wunderlin
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Trockener Wald bei Frauenfeld, am Mittwoch, 8. August 2018. (Bild: Benjamin Manser)

Trockener Wald bei Frauenfeld, am Mittwoch, 8. August 2018. (Bild: Benjamin Manser)

Trotz vereinzelter Niederschläge ist im Thurgau weiterhin kein Ende der anhaltenden Trockenheit erkennbar, wie der kantonale Fachstab Trockenheit am Montag mitteilte. Die Temperaturen liegen aktuell zwar leicht tiefer als in den vergangenen Wochen, sie werden aber im Laufe der nächsten Tage wieder Werte von rund 30 Grad erreichen.

Eine Änderung der Grosswetterlage ist in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht in Aussicht. Der Regierungsrat hält deshalb am absoluten Feuerverbot fest.

Polizei verteilt Bussen

Somit bleibt es im ganzen Kanton Thurgau weiterhin verboten, im Freien Feuer zu entfachen sowie brennende Streichhölzer und Raucherwaren wegzuwerfen oder Feuerwerkskörper abzubrennen. Gemäss Kantonspolizei kam es bis zum jetzigen Zeitpunkt zu verschiedenen Verzeigungen wegen Verstössen gegen das generelle Feuerverbot. Das Wasserentnahmeverbot für Oberflächengewässer im Kanton Thurgau gilt weiterhin.

Am Untersee ist der Wasserpegel mittlerweile auf dem Niveau des Extremjahrs 2003. Unverändert kritisch zeigt sich die Lage für die Fische. Bisher wurden rund drei Tonnen tote Fische aus dem Rheinabschnitt der Kantone Thurgau und Schaffhausen geborgen und mittlerweile sind über 70 Kilometer Laufgewässer im Thurgau abgefischt. Keine Entspannung ist auch im Wald und in der Landwirtschaft in Sicht.

Obst ist kleiner gewachsen als in andern Jahren

Der Landwirtschaft fehlt der dritte und vierte Schnitt auf den Wiesen und somit Raufutter für die Tiere in grösserem Umfang. Das Kernobst ist infolge des Wassermangels viel kleiner gewachsen als in anderen Jahren. (wu)

Das Grundwasser auf dem Thurgauer Seerücken wird knapp

Der Fachstab Trockenheit ruft zum haushälterischen Umgang mit Wasser auf. Das Grundwasser auf den Anhöhen geht allmählich zur Neige. Im Thurtal würde es hingegen erst kritisch, wenn mehrere trockene Jahre aufeinander folgen sollten.
Thomas Wunderlin