Mit neuem Namen: Weiterhin für die Kinderrechte unterwegs

Aus Pro Juventute Schaffhausen und Thurgau wird der Verein Pro Junior Schaffhausen Thurgau. Das hängt mit einer Reorganisation der nationalen Organisation zusammen.

Manuela Olgiati
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Anders Stokholm, Cornelia Stäheli, Monika Fischer, Tatjana Bohner, Lilian Höhener, Sigrid Wrensch Kaiser und Petra Hotz.

Anders Stokholm, Cornelia Stäheli, Monika Fischer, Tatjana Bohner, Lilian Höhener, Sigrid Wrensch Kaiser und Petra Hotz.

Manuela Olgiati

Die Pro Juventute Schaffhausen und Thurgau hat einen Namenswechsel vorgenommen und ein neues Logo erhalten. Der Verein, der sich für Kinder, Jugendliche und Familien einsetzt, heisst neu Pro Junior Schaffhausen und Thurgau. «Bei Pro Junior haben wir auf einen geschlechtsneutralen Namen geachtet», sagte Anders Stokholm, Präsident von Pro Junior Schaffhausen Thurgau an der Medienorientierung in der Siedlung Maiholz in Frauenfeld, dem Winterquartier des Kinderrechtemobils.

Der Name sei rechtlich und in weiteren Sprachen bedeutsam, sagte Stokholm. Der Verein setzt sich für Kinder, Jugendliche und Familien ein. Helfen und über Kinderrechte aufklären: Das sind seine Aufgaben. Bekannt ist der Verein auch vom Briefmarken- und Produktverkauf.

«Wir sind in der Verantwortung»

Das kantonale und lokale Engagement funktioniert wie bisher in den sieben Thurgauer Sektionen. «Wir sind in der Verantwortung und unterstützen weiterhin Familien in finanzieller Not mit unserer Einzelfallhilfe», sagte Sigrid Wrensch Kaiser, die Sektionsleiterin von Frauenfeld, an der Medienorientierung. Auch Projekte für Kinder und Jugendliche wollen wie bisher durch finanzielle Beiträge gefördert sein.

Einzigartig ist der geschichtliche Hintergrund für den Namenswechsel. «Die Stiftung Pro Juventute mit Sitz in Zürich hat erneut eine Reorganisation beschlossen», sagte Anders Stokholm. Das sei schon vor zehn Jahren Anlass zur Diskussion gewesen. Die 100 Jahre alte gemeinnützige Schweizer Stiftung bestand aus 186 Bezirken. Im Jahr 2009 stellte die Stiftung diese Bezirke vor die Wahl, sich als kantonale Vereine zu organisieren oder sich aufzulösen und die restlichen Mittel in die Stiftung zu überführen.

So entstand der Verein Pro Juventute Thurgau, 2013 fusionierte er mit Schaffhausen. «In den vergangenen elf Jahren konnten wir als Pro Juventute Schaffhausen und Thurgau in unseren Kantonen nationale Projekte umsetzen und auch eigene regionale Projekte entwickeln und realisieren», blickte Stokholm zurück. Die Zusammenarbeit mit anderen Jugendverbänden, mit den Gemeinden und dem Kanton sei vertieft worden.

Kantonale Organisation soll selbständig sein

Im November 2019 teilte der Stiftungsrat mit, dass er sich schweizweit neu ausrichtet und kündigte allen Vereinen die Lizenzverträge. Präsident Stokholm: «Für uns war schnell klar, dass wir weiterhin selbstständig in unseren beiden Kantonen tätig sein wollen.»

«Das Kinderrechtemobil mit der Kinderrechte-Spielbox, die Ferienpässe, die Babysitterkurse und alle weiteren lokalen Projekte bleiben bestehen und diese organisieren wir wie bisher», sagte Geschäftsführerin Petra Hotz an der Medienorientierung. So könne die Administration schlank gehalten und Spendengelder direkt vor Ort eingesetzt werden. Einer der Spender war an der Medienorientierung in Frauenfeld präsent. «Für eine gute Sache stehen wir ein», sagte Alex Bänninger vom Kiwanis Club Thurtal. Kiwanis leistete einen Beitrag an das Kinderrechtemobil.

www.projunior-sh-tg.ch