Kommentar

Die Hinterthurgauer Delegation im Thurgauer Kantonsrat wird weiblicher und leicht jünger

Kommentar zu den Wahlen in den Thurgauer Grossen Rat.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Zu grossen Verschiebungen haben die Kantonsratswahlen 2020 im Bezirk Münchwilen nicht geführt. Sind doch von den 22 Bisherigen 19 wieder zur Wahl angetreten.

Für einige Überraschungen haben die Wähler dennoch gesorgt. So durfte nach diversen Wahlen in der Schweiz, wie zuletzt in St.Gallen, kaum damit gerechnet werden, dass die SVP im Thurgau zulegen und im Hinterthurgau ihre acht Sitze halten kann. Die eigentliche Überraschung am SVP-Resultat ist aber, dass der langjährige Kantonsrat und ehemalige Bezirkspräsident Clemens Albrecht die Wiederwahl nicht schaffte. An seiner Stelle zieht die zehn Jahre jüngere Münch­wiler Ortsparteipräsidentin Priska Peter ins Kantonsparlament ein. Sie hatte sich im vergangenen Jahr nicht zuletzt mit einer ausgeprägten Oppositionspolitik auf Gemeindeebene einen Namen gemacht.

Ebenfalls weiblich und gar 25 Jahre jünger als Priska Peter ist Isabelle Vonlanthen-Specker, die neue Kantonsrätin der Hinterthurgauer Grünen. Weil sie mit ihren Attributen jung, weiblich und grün exakt dem nationalen Trend des vergangenen Wahlherbstes entspricht, ist ihre Wahl noch keine Überraschung. Dass sie als bis dato politisch Unbekannte aber auf der Grünen-Liste den umtriebigen Fischinger Ortsparteipräsidenten Matthias Kreier überholen konnte, durfte im Vorfeld weniger erwartet werden.

Die grösste Überraschung aber boten EDU und EVP. Mit ihrer Listenverbindung konnte die EVP einen Sitz holen und die EDU den ihrigen verteidigen. Damit hatte kaum jemand gerechnet.