Wegen eines unbestimmten Stoffes: Störung in der Ara Steckborn +++ Mensch und Umwelt ausser Gefahr +++ Stadt ruft zu Verhaltensregeln auf

Vor wenigen Tagen ist ein unbekannter Stoff auf die Abwasserreinigungsanlage (Ara) Steckborn abgeleitet worden, der zu einer starken Hemmung der biologischen Reinigungsstufe führte. 

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Die Abwasserreinigungsanlage Steckborn, anno 2002.

Die Abwasserreinigungsanlage Steckborn, anno 2002.

(Bild: Nana do Carmo)

Der Betrieb der Abwasserreinigungsanlage (Ara) beim Feldbachareal in Steckborn ist vor kurzem schwerwiegend gestört worden. Demnach ist vor einigen Tagen ein unbekannter Stoff in Richtung Ara abgeleitet worden, «der zu einer starken Hemmung der biologischen Reinigungsstufe führte». Dies hat die Stadt gestern mitgeteilt.

Klärmeister will nicht über Ursache spekulieren

Anhand von Laborwerten hat Klärmeister Roger Flum festgestellt, das der Abbau der Bakterien nachgelassen hat. «Das kann viele verschiedene Ursache haben», sagt Flum, der nicht spekulieren will. Vielmehr möchte er festhalten, dass es sich bei der Störung um keine gefährliche Situation für Mensch und Umwelt handelt:

«Es gibt keinerlei Verunreinigungen.»

Trotzdem wollen er und die Stadt die Bevölkerung sensibilisieren. «Im Interesse des Gewässerschutzes und eines störungsfreien Betriebes der Ara appellieren wir an die Bevölkerung, ihre Sorgfaltspflicht wahrzunehmen», meint Flum. 

Es ist insbesondere verboten, folgende Stoffe direkt oder indirekt der Kanalisation zuzuleiten:

  • Feuer- oder explosionsgefährliche Stoffe
  • Pflanzenschutzmittel (auch keine Spritzmittelreste)
  • Reinigungs- oder Desinfektionsmittel (in grösseren, nicht haushaltsüblichen Mengen)
  • Säure- und alkalihaltige Flüssigkeiten
  • Medikamente
  • Abwasser aus Aborten ohne Spülung, Gülle aus Ställen, Mistwürfen, Kompostsäfte sowie Abflüsse aus Futtersilos
  • Stoffe, die in der Kanalisation zur Verstopfung führen können, wie Sand, Schutt, Kehricht, Asche, Schlacken, Katzenstreu, Küchenabfälle (auch zerkleinert), Metzgereiabgänge, Textilien sowie Ablagerungen aus Schlammsammlern, Klärgruben, Fett- und Ölabscheidern
  • Pflanzliche und tierische Fette, Öle, Blut und Milch

Bei Hinweisen und Fragen steht Klärmeister Roger Flum unter Telefon 058 346 20 85 zur Verfügung.

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