Wegen der Baustelle beim Marktplatz dauert es acht Minuten länger durch Frauenfeld

Das Thurgauer Tiefbauamt bezeichnet die innerstädtischen Umleitungen in Frauenfeld als «verträglichste Lösung».

Hören
Drucken
Teilen
Arbeiten an der Kreuzung Marktstrasse/St.Gallerstrasse in Frauenfeld.

Arbeiten an der Kreuzung Marktstrasse/St.Gallerstrasse in Frauenfeld.

(Bild: Andrea Stalder)

(red) Wie eine Operation am offenen Herzen: Die wichtigste Frauenfelder Einfallsachse von Süden (St.Gallerstrasse mit Verkehrsknoten Marktplatz) mit einer täglichen Verkehrsbelastung von rund 18600 Fahrzeugen/Tag (DTV) wird seit August 2019 bis Herbst 2020 saniert. Betroffen sind hauptsächlich der Individualverkehr und der öffentliche Verkehr, vor allem die Buslinien zum Bahnhof. Dies ist einer Mitteilung des kantonalen Tiefbauamtes zu entnehmen.

Die Strassenbau- und Werkleitungsarbeiten der Stadt werden wie angekündigt in Etappen ausgeführt. Die Vollsperrung der Marktstrasse und der Einbahnverkehr auf der St.Gallerstrasse führen zu umfassenden Umleitungen auf Kantonsstrassen und Verkehrsverlagerungen des innerstädtischen Verkehrs. Seit Beginn der zweiten Etappe am Montag, 11. November, ist die St.Gallerstrasse stadtauswärts gesperrt. Die einzige innerstädtische Ersatzroute führt über die Ringstrasse. Grossräumig umfahren werden kann Frauenfeld auf der A7 und A1 via Attikon.

Roter Bereich im Stadtzentrum: Derzeit ist die St.Gallerstrasse nur Stadteinwärts befahrbar.

Roter Bereich im Stadtzentrum: Derzeit ist die St.Gallerstrasse nur Stadteinwärts befahrbar.

(Grafik: TZ)

Tiefbauamt misst Menge und Geschwindigkeiten

Um die Verkehrssituation während der Bauphasen zu kontrollieren und bei Bedarf zu reagieren, misst das kantonale Tiefbauamt seit Anfang August die Verkehrsmenge und ermittelt die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit an neuralgischen Stellen an der Ring- und Reutenenstrasse. «Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Verkehr seit Baubeginn und mit dem Wechsel von der ersten auf die zweite Etappe gemäss den Erwartungen verlagert hat», schreibt das Tiefbauamt.

Verkehr auf der Reutenenstrasse hat sich verdreifacht

Mit der Umstellung am 11. November habe sich der Verkehr, der üblicherweise durch die Vorstadt, Rhein- und Zürcherstrasse West Richtung Süden fährt, nun auf die Ring- und Reutenenstrasse umgelagert. Auf der Ringstrasse beträgt der DTV seit Mitte November 13000 bis 14000 Fahrzeuge (+ 5 500 bis 6 500 Fahrzeuge). Auf der Reutenenstrasse beträgt der Verkehr aktuell knapp 6000 Fahrzeuge (+ 4500 Fahrzeuge).

Im Frühling 2020 geht die Marktstrasse wieder auf

In der Abendspitzenstunde stosse die Ringstrasse damit beinahe an ihre Leistungsgrenze. Die gefahrene Geschwindigkeit dafür habe abgenommen. Wegen dieser Verkehrsverlagerungen komme es zu teils signifikanten Reisezeitverlängerungen auf der Ost-Südachse zwischen Towerkreisel und Knoten Reutenen-/St.Gallerstrasse. «Im Vergleich zum Juni ist die Fahrtzeit je nach Tageszeit bis zu acht Minuten länger», schreibt das Tiefbauamt. Mit der Öffnung der Marktstrasse in der dritten Etappe im Frühling 2020 werde sich die Verkehrssituation an der Reutenenstrasse durch die Öffnung der Marktstrasse wieder verbessern.

Die Streckenführung habe der Kanton mit der Stadt ausgearbeitet. Im Vorfeld seien verschiedene Varianten untersucht worden. In der Gesamtsumme sei die aktuelle Verkehrsführung und Umleitung laut Tiefbauamt «für alle Bauphasen die verträglichste Lösung».