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Wasser marsch für Kundelfingerhof in Diessenhofen

Um die Wasserversorgung auch in Notsituationen sicherstellen zu können, will die Stadt Diessenhofen eine Leitung zum Kundelfingerhof bauen und das Reservoir Buechberg sanieren. Kostenpunkt: Rund eine Million Franken.
Rahel Haag
Das Gelände des Kundelfingerhofs in Diessenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Das Gelände des Kundelfingerhofs in Diessenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Das Grundwasser ist durch Pestizide verschmutzt. Die Not in Diessenhofen ist gross. «Rund 70 Prozent unserer Wasserversorgung wird über das Grundwasser sichergestellt», sagt Stadtpräsident Markus Birk. Nur 30 Prozent stammen aus der Quelle Kohlfirst. Nun wird es eng, das Wasser geht zur Neige.

Für Szenarien wie dieses will die Stadt vorsorgen. Die koordinierte Wasserversorgungsplanung des Amts für Umwelt Kanton Thurgau zeigt es deutlich: Was die Wasserversorgung betrifft, ist der ehemalige Bezirk Diessenhofen autonom. Auf dem Plan ist der Kanton in verschiedene Sektoren eingeteilt. Pfeile zeigen an, ob ein Sektor Wasser von aussen beziehen oder einem anderen Sektor abgeben könnte. «Bei uns gibt es keine Pfeile – weder in die eine, noch in die andere Richtung», sagt Birk.

Eine zwei Kilometer lange Leitung durch den Wald

Nun hat sich der Stadtrat dazuentschlossen, vom Reservoir Buechberg eine rund zwei Kilometer lange Leitung zum Kundelfingerhof zu bauen. Sie soll mehrheitlich durch den Wald verlaufen. Birk sagt:

«Mit den Betreibern des Kundelfingerhofs haben wir vereinbart, dass wir nur in Notsituationen Wasser aus der Quelle beziehen werden.»

Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Markus Birk, Stadtpräsident Diessenhofen. (Bild: Andrea Stalder)

Dennoch müsse nach dem Bau der Leitung stetig ein wenig Wasser fliessen. «Damit die Leitung sauber bleibt.» Mit dem Kundelfingerhof sei ein Wasserlieferungsvertrag abgeschlossen worden. Bei Normalbetrieb kostet ein Kubik Wasser 1.10 Franken, in einer Notsituation steigt der Preis auf 1.90 Franken.

«Ich bin froh, dass wir mit dem Kundelfingerhof eine Lösung erarbeiten konnten.»

Das Einvernehmen sei gut. Auch die Nachbargemeinde Schlatt möchte sich an unser Versorgungssystem anschliessen. Dort befindet sich ein weiteres autonomes Grundwassergebiet. «Damit wären wir für die Zukunft bestens gerüstet», sagt Birk.

Nebst der Leitung zum Kundelfingerhof soll das Reservoir Buechberg saniert werden. Es wurde im 1896 gebaut und 1968 erweitert. Baulich befinde es sich in einem guten Zustand, aber es entspreche nicht mehr dem Stand der Technik.

Projektkredite sind bereits genehmigt

Die Kosten für den Bau der Leitung belaufen sich auf rund 586'000 Franken, jene für die Sanierung des Reservoirs auf rund 444'000 Franken. Finanziell hat die Stadt bereits vorgesorgt. Die entsprechenden Projektkredite wurden bereits an den Gemeindeversammlungen im November 2017 und 2018 angenommen.

Das Baugesuch lag bis am 18. April öffentlich auf. «Es gab keine Einsprachen», sagt Birk. Das erklärte Ziel sei nun, dass die Bauarbeiten noch diesen Herbst beginnen. «Die Leitung sollten wir dann Anfang 2021 in Betrieb nehmen können.»

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