Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Was geschieht mit Stefaninis Immobilienbesitz?

Mitte Dezember ist der Immobilienkönig und Kunstsammler Bruno Stefanini gestorben. Ihm gehörten im Thurgau etwa die Schlösser Salenstein und Luxburg.
Die Luxburg in Egnach. (Bild: Reto Martin, Februar 2015)

Die Luxburg in Egnach. (Bild: Reto Martin, Februar 2015)

(fbi.) Die an Heiligabend 1980 gegründete Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte nimmt im Imperium von Bruno Stefanini eine entscheidende Rolle ein. Während Jahrzehnten hatte der Winterthurer Immobilienkönig Werke von bekannten Schweizer Künstlern sowie Alltagsgegenstände von historischen Persönlichkeiten dort eingebracht.

Rund 34'000 Objekte befinden sich in der Sammlung, die zu den bedeutendsten der Schweiz gehört. Stefanini wollte damit die abendländische und insbesondere die schweizerische Kultur erhalten.

Liegenschaften in Privatbesitz

Doch nicht nur wegen der riesigen Zahl teilweise sehr wertvoller Kunstgegenstände ist die Stiftung derart zentral. Sie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Beantwortung der Frage, was nach Stefaninis Tod mit seinen Immobilien passiert. Die Liegenschaften waren bisher zu einem grossen Teil im Privateigentum des Patrons. Zum Portefeuille gehören rund 280 Objekte, vor allem in Winterthur, aber auch in Chur, Grenchen, St. Gallen oder Zürich.

Verwaltet werden sie von einer Immobilienfirma, die Stefanini während Jahrzehnten selbst führte. Erst 2013, als sich sein Zustand nach einer Operation zusehends verschlechterte, trat er seinen Posten ab – an zwei Vertraute, die damals auch im Aufsichtsgremium der Stiftung Einsitz nahmen, dieses inzwischen jedoch nach einem Bundesgerichtsentscheid verlassen mussten.

Kinder vom Erbe ausgeschlossen

Stefaninis Erbe sollten nicht seine Kinder erhalten, von ihnen verlangte er den Verzicht auf die Erbschaft. Stattdessen sollte das Vermögen des Patrons nach dessen Tod ebenfalls an die Stiftung gehen. Dies sagt seine Tochter Bettina auf Anfrage.

«Zeitlebens hat mein Vater erklärt, dass sein gesamter Besitz nach seinem Tod in die Stiftung einfliesst.»

Soweit sie wisse, sei dies auch so im Testament vorgesehen. Da dieses noch nicht eröffnet wurde, will sie jedoch nicht darüber spekulieren, wie es nun weitergeht.

Klar ist, dass das Verhältnis zwischen den ehemaligen Stiftungsräten und den Kindern Stefaninis sehr schwierig ist. Erst im letzten Sommer hat das Bundesgericht in einem erbittert geführten Kampf um die Macht über die Stiftung endgültig zugunsten von Bettina und Vital Stefanini entschieden. Es wies eine Beschwerde der früheren Stiftungsräte, zu denen der Geschäftsführer von Stefaninis Immobilienunternehmen sowie seine langjährige Vertraute gehören, ab.

Somit haben nun die Kinder die Kontrolle über die Stiftung – und künftig möglicherweise auch über das Immobilienportfolio. Über die Neuausrichtung bei der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte wollen sie Mitte Januar Auskunft geben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.