Für seine Mehrzweckhalle wählt Lommis wahrscheinlich den Mittelweg

Die Lommiser Mehrzweckhalle ist dringend sanierungsbedürftig. Zur Debatte steht auch ein Neubau.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Die Lommiser Mehrzweckhalle mit ihrem markanten Dach stammt aus dem Jahr 1965. Entsprechend schlecht isoliert ist der Bau. Bild: Olaf Kühne

Die Lommiser Mehrzweckhalle mit ihrem markanten Dach stammt aus dem Jahr 1965. Entsprechend schlecht isoliert ist der Bau. Bild: Olaf Kühne

Sie ist älter als die Mondlandung. Und vieles an der Lommiser Mehrzweckhalle ist noch wie bei ihrer Einweihung im Jahr 1965. Einst als Turnhalle für die Schule gebaut, dient der Bau mit dem markanten, asymetrischen Dach längst der Politischen Gemeinde als klassischer Mehrzweckbau.

«Wir sind stolz auf unser aktives Vereinsleben.»

Von der Yogastunde über die Gemeindeversammlung bis hin zur weit herum bekannten «Näbelparty» – der Belegungsplan der Mehrzweckhalle Lommis ist gut gefüllt. Der zuständige Gemeinderat Josef Schönerberger sagt denn auch: «Wir sind stolz auf unser aktives Vereinsleben.» Deshalb stehe die Halle Vereinen auch kostenlos zur Verfügung. Selbst die Musikgesellschaft Affeltrangen geniesst Gastrecht. «Die behandeln wir wie Einheimische», sagt Schönenberger und betont weiter, dass just in der Beliebtheit der Einrichtung eines der Probleme liege. «Die Halle ist nicht unterteilbar. So können beispielsweise nicht gleichzeitig eine Yogastunde und eine Theaterprobe stattfinden, obwohl der Platz für beide reichen würde.»

Vor allem aber sagt der Gemeinderat: «Unsere Mehrzweckhalle ist dringend sanierungsbedürftig.» Zwar sei die Heizung jüngeren Datums und auch das Dach habe dank eines Unwetters auch erst wenige Jahre auf dem Buckel. Das meiste stamme aber noch aus den 1960er-Jahren. «Die Fenster lassen sich nicht mehr öffnen, und die Halle hat weder Lüftung noch Isolierung. Im Winter verpuffen unsere Heizkosten also zu einem guten Teil.»

Bereits eine Viertelmillion zurückgestellt

Der Sanierungsbedarf ist also unbestritten. Auch an der jüngsten Gemeindeversammlung regte sich keinerlei Widerstand gegen das Ansinnen des Gemeinderates, 250000 Franken in eine entsprechende Vorfinanzierung zu stecken. Wie weit dieser Betrag reichen wird, ist derzeit noch völlig offen.

«Wir haben am vergangenen Freitag unsere Architektin beauftragt, drei Varianten zu berechnen.»

Eine achtköpfige, vorberatende Baukommission ist mit der Halle beschäftigt, Vertreter aus Gemeinde, Vereinen, Schule und Gewerbe haben sich der Sache angenommen. «Wir haben am vergangenen Freitag unsere Architektin beauftragt, drei Varianten zu berechnen», sagt Schönenberger. Dabei beinhalte die Minimalvariante lediglich Isolierung, Fenster, Lüftung und die gesetzlich vorgeschriebenen Notausgänge. In die mittlere und laut Schönenberger wahrscheinlichste Variante darf auch «Wünschenswertes» rein wie etwa eine neue Küche und Raumteiler. Die – aus Kostengründen – unwahrscheinlichste Variante heisst Abbruch und Neubau.

Welcher Weg weiter gegangen werden soll, entscheiden die Stimmbürger voraussichtlich an der nächsten Gemeindeversammlung anfangs Dezember. Den eigentlichen Baukredit wird der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt beantragen.

Die Lommiser Mehrzweckhalle mit ihrem markanten Dach stammt aus dem Jahr 1965. Entsprechend schlecht isoliert ist der Bau. Bild: Olaf Kühne