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Wahlpodium in Aadorf: Es blieb bei einem Giftpfeil

An einem Podium der SVP Hinterthurgau begegneten sich alle freundschaftlich. Eine kritische Frage kam aus dem Publikum.
Silvan Meile
Die SVP-Nationalratskandidaten Stefan Mühlemann, Daniel Vetterli, Verena Herzog, Manuel Strupler, Pascal Schmid und Diana Gutjahr sowie Hansjörg Brunner (FDP), Edith Graf Litscher (SP) und Christian Lohr (CVP). (Bild: Donato Caspari)

Die SVP-Nationalratskandidaten Stefan Mühlemann, Daniel Vetterli, Verena Herzog, Manuel Strupler, Pascal Schmid und Diana Gutjahr sowie Hansjörg Brunner (FDP), Edith Graf Litscher (SP) und Christian Lohr (CVP). (Bild: Donato Caspari)

Brigitte Häberli gab am Donnerstag ein Bekenntnis ab. «Eine bürgerliche Doppelbesetzung wäre mir recht», sagte die CVP-Ständerätin an einem Wahlpodium in Aadorf, organisiert von der SVP Hinterthurgau. Moderator Mario Testa wollte zuvor von Häberli wissen, ob sie im Ständerat lieber eine linksgrüne oder eine bürgerliche Thurgauer Vertretung an ihrer Seite hätte, wenn sie auswählen könnte.

Häberlis Wunsch nach einer bürgerlichen Doppelbesetzung kann als Wahlempfehlung für Jakob Stark (SVP) verstanden werden, der neben ihr sass und sich ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Stark wird herausgefordert

Zu fünft waren die Ständeratskandidaten auf der Bühne im Gemeindesaal aufgereiht. Von Häberlis Aussage – ihre Wahl dürfte ihr niemand streitig machen – fühlte sich aber auch Ueli Fisch (GLP) angesprochen. Auch er verstehe sich als Bürgerlicher, komme somit also auch in Frage, stellte der engagierte Kantonsrat klar. Seine Kandidatur als Ständerat habe er lanciert, um eben Jakob Stark «nicht im Schlafwagen nach Bern» zu schicken.

Für dieses Manöver bekommt Fisch von den weiteren Kandidaten Nina Schläfli (SP) und Kurt Egger (Grüne) Unterstützung. Diese grün-rot-liberale Front hat vor allem ein Ziel: Jakob Stark zu einem zweiten Wahlgang zu zwingen. Nicht der Schlafwagen soll es also sein, sondern eine Bummlerfahrt mit Umsteigen auf halbem Weg.

Stark ist das Lachen trotz seiner Herausforderer nicht vergangen.

«Ich versuchte einen Trick, wollte Ueli Fisch früh in mein Komitee holen. Er hat leider abgelehnt.»

Mit seinem Scherz zeigte der Regierungspräsident, in wem er seinen gefährlichsten Widersacher vermutet. Ausgeteilt wurde aber nicht. In freundschaftlicher Atmosphäre ging es um Themen wie Klimaschutz oder dem Rahmenabkommen. Ein Giftpfeil gegen Stark kam aus dem Publikum. Gemäss der Zeitschrift des Tierschützers Erwin Kessler habe es Stark bei einem Bauprojekt in Diessenhofen nicht sehr ernst mit dem Gesetz genommen. «Das ist Verleumdung», entgegnete Stark.

Nahe am Lebenslauf und dem Parteiprogramm

Vor der Runde mit den Ständeratskandidaten gehörte das Podium allen sechs SVP-Nationalratskandidaten sowie den drei bisherigen Nationalräten von FDP, CVP und SP. Die rund 60 Besucher erlebten zum Einstieg eine halbstündige Vorstellungsrunde, die sich um Lebenslauf und Parteibuch drehte. Vieles davon konnten die Besucher auch auf den Kandidaten-Flyern lesen, die sich auf den Tischen stapelten.

«Ich bin die einzige Rot-Grüne in Bern und würde mich über Verstärkung freuen», sagte Graf-Litscher. Bei dieser Anspielung auf einen möglichen Sitzverlust der SVP zugunsten der rot-grün-liberlalen Listenverbindung blieb es. Damit das nicht eintrifft, sollte die SVP am 20. Oktober besser mobilisieren als am Donnerstag.

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