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Nur fast ein Konsens beim Rentenalter – vier Thurgauer Nationalratskandidaten diskutieren bei TVO

Nationalratskandidaten der grossen vier Parteien, die im Thurgau alle sechs Sitze halten, trafen sich am Mittwochabend im TVO-Studio zur Wahldiskussion. Alex Granato (SP), Josef Gemperle (CVP), Brigitte Kaufmann (FDP) und Manuel Strupler (SVP) diskutierten über das Klima und die Altersvorsorge.
Larissa Flammer
Im TVO-Studio: Alex Granato (SP), Josef Gemperle (CVP), Moderator André Moesch, Brigitte Kaufmann (FDP) und Manuel Strupler (SVP). (Bild: Lisa Jenny)

Im TVO-Studio: Alex Granato (SP), Josef Gemperle (CVP), Moderator André Moesch, Brigitte Kaufmann (FDP) und Manuel Strupler (SVP). (Bild: Lisa Jenny)

Moderator André Moesch beendete die Diskussionsrunde mit Sätzen, welche die teilnehmenden Nationalratskandidaten beenden mussten. Brigitte Kaufmann (FDP) vervollständigte den Satz «Als einzige Frau in der Runde...» mit «...fühle ich mich wohl.»

Josef Gemperle (CVP) ergänzte «Wenn jetzt Donald Trump zur Tür rein käme, würde ich...» mit «...ihm die Leviten lesen wegen seiner Umweltpolitik.» Alex Granato (SP) war mit dem ihm zugeteilten Satz nicht einverstanden. Zu «Parteien sind ein alter Zopf, weil...» sagte er: «Sie sind kein alter Zopf, sie sind modern». Der ehemalige Schwinger Manuel Strupler (SVP) ergänzte «In der Politik kann mich auch eine Frau bodigen, wenn...» mit «...sie bessere Argumente hat, die mich überzeugen.»

Abstand zu nationalen Kampagnen

Moesch ging zu Beginn der Sendung auf die Ausgangslage vor den nationalen Wahlen vom 20.Oktober im Thurgau ein. Für die SVP könne es eng werden mit dem dritten Sitz, sagte er zu Strupler. Das bestätigte der Kantonsrat und Gartenbauunternehmer, ergänzte aber: «Ich hoffe, dass unsere konstruktive Politik im Thurgau wahrgenommen wird.» Auch das Plakat mit dem wurmstichigen Apfel habe die Thurgauer SVP nicht goutiert. Im Kanton politisiere sie anders, sie sei hier staatstragend.

Gegen die nationale Kampagne seiner Partei sprach sich auch Gemperle aus. Zur Google-Werbung der CVP-Schweiz sagte er:

«Ich trage sie nicht mit und habe das auch öffentlich kund getan. Gegen den Mann oder die Frau spielen; das darf man einfach nicht machen.»

Während sich Gemperle seitens der CVP und Brigitte Kaufmann seitens der FDP überzeugt zeigten, dass ihre Parteien den jeweiligen Nationalratssitz halten können, war Alex Granato gar optimistischer. Die Listenverbindung, die SP, GLP und Grüne im Thurgau bilden, könne auf einen zweiten Sitz hoffen.

Ein Verbot will keiner der vier

Autos, die mit Benzin fahren, will keiner der vier Nationalratskandidaten verbieten. «Im Thurgau machen wir das mit Ansätzen», sagte Gemperle. Der Landwirt, der sich seit vielen Jahren für das Thema Energiepolitik einsetzt, sprach damit unter anderem die Prämie an, die der Kanton beim Kauf eines neuen Elektroautos bietet. Auch Gewerkschaftssekretär Granato ist gegen ein Verbot: «Ich denke, das wäre wohl auch nicht machbar.»

Die Bevölkerung mit Geld zu ködern, ist dagegen nicht im Sinne von Kaufmann. Die Kommunikationsberaterin setzt auf den Markt: «Es werden auch CO2-freie Treibstoffe kommen, wie Wasserstoff.» Strupler warnte ebenfalls vor Einschränkungen der Eigenverantwortung und verwies auf Frankreich, wo es wegen steigender Bezinpreise zu Demonstrationen gekommen ist. Massnahmen gegen den Klimawandel müssten sozialverträglich sein.

Flexibles Rentenalter

Beim Thema Altersvorsorge kamen die vier Politiker zu einem Konsens, dass Frauen und Männer gleich lang arbeiten sollen. Granato betonte jedoch, dass das Rentenalter der Frauen erst angehoben werden dürfen, wenn sie den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Der SP-Kantonsrat sagte weiter: «Die AHV ist kerngesund.» Das Problem bestehe nur, weil die Generation Baby-Boomer demnächst pensioniert werde.

Brigitte Kaufmann sagte: «Wir müssen uns von dem Gedanken eines fixen Rentenalters lösen.» Sie nannte als Beispiel die Variante, dass innerhalb von fünf Jahren jeder für sich entscheiden kann, wann er aufhört zu arbeiten.

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go.thurgauerzeitung.ch/Wahlumfrage

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